TrackbyTrack vertickt deine Musik
In meiner Followerliste bei Twitter ist ein Projekt namens TrackByTrack.com aufgetaucht. Genauer gesagt findet man unter http://twitter.com/trackbytrack den Herrn Wübbe. Ich folge den Updates vom trackbytrack jetzt auch und habe mir die Website von denen auch mal angeschaut.
http://trackbytrack.com/
bietet Musikern die Möglichkeit, eigene Songs zu promoten. Eine
Auktion gibt es auch, bei der Musiker Auftragsarbeiten
durchführen können. Nicht zuletzt kann man seinen Kram
die eigene Musik über diverse Online-Shops verticken.
Wie genau das läuft, muss ich entweder selbst herausfinden oder
aber Gorden schreibt hier mal kurz in die Comments, wie genau
deren System funktioniert. :)
- Author / Datum:
- Marc Shake • 04.11.2009 - 18:07
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Frontliner The First Cut und Greenhouse
Nun aber das erste Review einer Hardstyle-Platte auf Trancefish.de und dieses Review ist auch Mr. Frontliner gewidmet. Die bewertete Vinyl stammt aus dem Label Scantraxx und nennt sich The First Cut / Greenhouse. Natürlich ist diese Vinyl von Frontliner und natürlich schreibe ich euch jetzt, wie ich diese Scheibe finde.
The First Cut
Für DJs wird diese Vinyl mit ein paar Claps auf den 4 Takten eingeleitet. Dann folgt das uralte Sprachsample "The first cut on this record has been cross format focused for airplay success". Ab da wird die Single dann doch recht interessant, denn ab dann setzen wunderschöne Streicher ein und der Track wird einigermassen ruhig. Ab dann wird's giftig: Ein ziemlich brutaler Arp schmettert über die Strings hinweg, welche dann auch noch durch ein Trancegate gepustet werden. Akustisch entsteht ein ziemlich geiler Mix, der unterbewußt noch ein paar Melodien ins Gehör jagt. Dadadaaaa
Die tolle Nustyle-Drum setzt ein und auch wenn Hardstyle-Puristen die Nustyle-Drum ablehnen so muss ich dazu mal eins sagen: Ich finde es gut, die Bassdrum als Bestandteil der Melodie zu nutzen. Die kreativen Möglichkeiten sind einfach größer als wenn ich permanent ein 'A' auf ner übersteuerten 909 heraushämmere.
Greenhouse
Hach ja, B-Seiten. Oft enthalten diese B-Seiten die absoluten Schätze und meiner Meinung nach sind die B-Seiten oft sogar die besseren Knaller auf irgendwelchen Parties. Aber bei dieser B-Seite weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Greenhouse ist eine solide Produktion und geht gut nach vorne. Es ist definitiv ein Floorfiller und mit etwas über 6 Minuten Spielzeit ist die B-Seite sogar fast 2 Minuten länger als die A-Seite. Im Grunde ist die B-Seite einfach ein klassischer Hardstyle-Track mit einer einfachen, stimmigen Melodie und verschiedenen Bassdrums, einmal mit einem pumpenden Offbeat-Bass, danach wird auf eine extrem übersteuerte Drum umgeschaltet.
Für meinen Geschmack ist der Track ein wenig sehr monoton. Das Sprachsample "You cannot define Talent, all you can do is build a greenhouse and see if it grows" kommt auch zu häufig und gemessen an Spacer, Warphole oder eben The First Cut ist der Track nicht wirklich gut. Klar - beim Publikum kommt der Song schon irgendwie an aber bei mir hinterlässt der Song eine gewisse Leere.
- Artist
- Frontliner
- Songtitel
- The First Cut / Greenhouse (Scantraxx 046)
- Youtube:
- Scantraxx
- Author / Datum:
- Marc Shake • 02.11.2009 - 18:04
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- Plattentipps •
Intro
Es gibt was, das ich wirklich vermisse. Damals, bei Hardstyle.tv war ich ja Teil der Musikredaktion, habe also Plattenmuster erhalten und dazu mehr oder weniger ausführliche Rezensionen geschrieben. Das ging sogar soweit, dass ein großes deutsches Musikmagazin meine Schreiberei direkt übernehmen wollte und mich sogar angesprochen hat, ob ich nicht auch für die irgendwelche Reviews schreiben möchte.
Wollte ich ja auch, hab's dann aber bleiben lassen, da mir da kein Geld für geboten wurde und die Muster hier jetzt nicht hektoliterweise angeliefert wurden. Dennoch hab ich die Idee der eigenen Plattenreviews noch immer im Kopf. Deshalb erscheint hier heute noch die Rubrik "Plattentipps". Angespielt wird so ziemlich alles, was ich als Muster erhalte. Es gibt ein Punkte-System, die sogenannten "Trance-Fische".
Die Plattentipps sind in gewisser Weise subjektiv. Der Grund dafür ist, dass meine DJ-Bookings im Moment nicht so fantastisch laufen, wie es sein könnte. Natürlich teste ich viele neue Tracks in Clubs wie dem Twister Dance oder auch Locations wie dem Bremer Magazinkeller aus. Was ankommt, muss ja irgendwie gut sein. Meine persönliche Bewertung überwiegt in meinen Reviews aber und das ein oder andere Review wird vermutlich mies ausfallen, auch wenn der Track in den DDC oder anderen Charts wirklich gut ankommt.
Zukünftig gibt es hier also vollständige Plattentipps für Hardstyledjs und auch die ein oder andere Trance- und Housescheibe wird hier kryptisch von mir analysiert. Sofern offiziell vom Label vorhandene Youtube-Clips vorhanden sind, werde ich die natürlich mit reinnehmen, damit ihr den Song selbst mal hören könnt. Mir ist auch bewußt, dass alles mögliche an Zeugs ins Netz leaked. Darauf kann ich keine Rücksicht nehmen und solche Videos werden NIEMALS Teil des offiziellen Reviews sein.
- Author / Datum:
- Marc Shake • 02.11.2009 - 18:03
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- Plattentipps •
p2p user sind die besseren Kunden
*gähn*
Mir war immer klar, dass P2P-Nutzer vermutlich die besten Kunden der Musikindustrie sind. Eine Studie in GB beweist nun meine Theorie. P2P-Nutzer geben für Musik einfach mehr aus, denn P2P-Nutzer finden DRM scheisse und die derzeitigen Preise für proprietäre Formate einfach viel zu teuer. 50 Cent durchschnittlich pro Single ist gerechtfertigt und P2P wird in erster Linie dazu genutzt, sich die Tracks anzuhören um dann zu entscheiden, dass das Teil gekauft wird.
Ich lade nix über P2P da mir das Risiko, verwarnt zu werden, einfach zu hoch ist. Dennoch kenn ich ja die Tricks, wie man Google als MP3-Suchmaschine nutzen kann. Die Portale Filestube, Skreemr oder auch Tagoo sind mir bekannt und ich denke, dass diese Dinger absoluter Standard sind, wenn man im Netz unterwegs ist. Nicht zuletzt gibt's den Videodownload-Helper für Firefox, der es ermöglicht auch nahezu jedes Mp3 von einer offiziellen Bandseite zu laden, wenn die dort nen simplen MP3-Flashplayer benutzen. Davon mal abgesehen landet eh JEDES gestreamte Teil irgendwie im Cache meines Firefox'.
Fakt ist: Musik per Download ist bewiesenermassen die Zukunft. CD ist tot! Vinyl ist für Liebhaber oder eben für echte DJs, wobei die Control-Vinyls von Serato oder Traktor mittlerweile einen sehr soliden Dienst erledigen und ich selbst auch mit dem Gedanken spiele, komplett auf Controller-Vinyl umzusteigen. Es ist - leider - einfach billiger.
- via Heise
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- Marc Shake • 02.11.2009 - 18:02
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ZDFneo startet und keiner guckt hin
Tja, es gibt nen neuen Sender und keiner weiß es: Das Zett Dee Eff (ZDF) hat einen neuen Sender unter Ausschluss der Öffentlichkeit gestartet. Das neue Baby unserer öffentlich-rechtlichen Freunde heißt ZDFneo und sendet nun High-Quality-Content wie zum Beispiel die Serie 30 Rock. Und weniger als 5000 Leute haben sich das angesehen. Woran das wohl liegen mag?
Zuerst mal: Ich habe da zwei Vermutungen. Die erste Vermutung ist, dass ausser den DWDL-Lesern keiner wirklich mitgekriegt hat, dass es seit kurzem überhaupt einen neuen Sender gibt. Die andere Vermutung ist das abartige Verhalten der öffentlich-rechtlichen Sendern bezüglich Hollywood-Content. Topfilme laufen bei ARD und ZDF nämlich grundsätzlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Absolute Blockbuster laufen werbefrei irgendwann mitten in der Nacht und deshalb tauchen diese Filme definitiv nicht im RSS-Feed von TVMovie auf (20:15 im TV).
Dabei wissen die vom ZDF doch, wie sie die junge Zuschauerschaft ziehen können. Sie senden nen absoluten Oberknaller und promoten dann einfach per Ticker, dass es einen neuen Sender gibt. So würd ich das machen. Hohe Quoten bei geringen Sendekosten würde doch ein Film wie Independence-Day an einem Samstag-Abend bringen. Oder die 100.000 Wiederholung von Harry und Sally. Oder gleich alles auf eine Karte setzen und "die große Monty Python Nacht" veranstalten, in der Life of Brian, Holy Grail und die legendären Monty Python's fliegender Zirkus-Folgen gesendet werden. Mindestens die damals extra für's öffentliche TV hergestellten Folgen der Briten sollten doch eh beim ZDF im Archiv herumfliegen, oder?
- Author / Datum:
- Marc Shake • 02.11.2009 - 18:01
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- movieblog •
Legale und illegale Google Musiksuche
Google ist unbestrittener Marktführer sowohl bei der Internetsuche als auch bei der Internetwerbung. Unternehmen, die im Web auf sich aufmerksam machen wollen, kommen überhaupt nicht mehr an Google vorbei und einige Leute glauben mittlerweile sogar, dass Google selbst das Internet ist.
Mit der bekannten Suchmaschine findet man alles vom Tutorial über die neusten News hin zu allem anderen, was das Herz begehrt. Geschickt formulierte Suchanfragen machen aus Google auch eine perfekte MP3-Suchmaschine.
Man kann mit Google fast jedes jemals erstellte Musikstück finden. Da Google seine Suchalgorithmen nicht offenlegt, muss man halt komplexe Suchabfragen bei Google reinschreiben.
Die üblichen Suchabfragen beinhalten einfach nur einen Begriff, wie zum Beispiel "Paul Elstak". Google durchsucht nun den internen Cache nach Seiten, die den Begriff "Paul Elstak" enthalten. Eine direkte Suchabfrage nach "Paul Elstak.mp3" führt dazu, dass Textdateien gesucht werden, die genau diesen Begriff enthalten.
Wenn man geziehlt ein MP3 sucht, fügt man "Paul Elstak" noch den Parameter "filetype:mp3" hinzu. Der Suchbegriff lautet nun also "Paul Elstak filetype:mp3".
Fairerweise muss ich sagen, dass man auf diese Art und Weise eher weniger Musik findet. Man sollte sich bei Suchmaschinen auf die Doofheit seiner Mitmenschen verlassen. Wenn man sich Webspace im Netz besorgt ist es normalerweise so, dass der Webserver so eingestellt ist, dass der Verzeichnisinhalt des Webservers NICHT angezeigt wird. Es gibt aber eben auch Anbieter, die genau diese Verzeichnisansicht bei ihrem Webspace zulassen.
Als TITEL haben solche Verzeichnisansichten standardisiert den Namen "Index Of" gefolgt von dem Verzeichnisnamen. Angenommen, ich suche ein komplettes Album, so gehe ich davon aus, dass das Album bei irgend wem auf dem Server in dem entsprechenden Verzeichnis liegt. Ich suche also nach "Index Of Marc Shake" - Google zeigt mir nun viele viele Webserver an, die das sogenannte Directory-Indexing eingeschaltet haben.
Natürlich wissen auch Suchmaschinenspammer diese Tricks und wenden die auch an: Mindestens 60% der Suchanfragen nach "Index Of 'Albumtitel'" führen zu Seiten mit - merkwürdigem Inhalt, also Trojanern, Viren und anderem Zeug, was man nicht haben will.
Google hat nun aber ernsthaft vor, in den legalen Musikmarkt einzusteigen und die großen Major-Label finden diesen Entschluss gut. Ähnlich, wie die Adsense-Geschichten tauchen spezielle Musikergebnisse ganz oben in der Suchergebnisleiste auf und der Suchende kann den Song direkt über Google kaufen. Bei Delamar könnt ihr nun direkt nachlesen, warum das für Musiker absolut beschissen ist.
- Author / Datum:
- Marc Shake • 02.11.2009 - 12:02
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- Linktipps • Teh Interwebz •
Links III
- [Youtube]GUSTO and the Pumpgun-Girl
- Ein Angler, ein Bankräuber und ein Girl erleben den abenteuerlichsten und wohl auch schrecklichsten Tag ihres Lebens. Es geht um Gewalt, Daunenjacken, Angelruten, schütteres Haar, einen Tyrannosaurus und natürlich eine dicke Pump-Action! Gut, die Sache mit dem Dinosaurier war gelogen...
- Google macht jetzt auch Navigationssysteme
- Google erweitert seine kostenlosen Services um einen vollwertigen Routenplaner für Smartphones. Im offiziellen Google-Blog wurde jetzt Googlemaps als Smartphone-Application für das neue Android 2.0-Betriebssystem angekündigt. Vorläufig läuft das Google-Navi nur in Amerika und auch nur auf dem Droid-Handy von Motorola.
- Vox-Daytime fällt weiter
- Vox sendet zur Zeit nachmittags total uninteressanten Kram. Gut-uninteressanter Kram läuft eigentlich auf jedem TV-Sender aber solch einen Bullshit sendet nicht mal RTL2
- Fünf Filmfreunde - Avatar, neuer Trailer
- Der neue Trailer von James Cameron's neuestem Film. Sieht irgendwie komisch aus. Andererseits sah "Alien" auch schon komisch aus und dass Arnold Schwarzenegger ein fucking Terminator ist, war nach dem Trailer zu den Terminator-Filmen auch nicht so offensichtlich. Cameron ist ein Diktator am Set. Der steht hinter seiner Vision. Entweder es wird ein Knaller oder der totale Flop. Ich tendiere aber zu Knaller
- Author / Datum:
- Marc Shake • 29.10.2009 - 22:59
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- Linktipps •
Muss man zur Gema oder nicht
Ich habe mich gerade gefragt, ob es sich lohnt, der GEMA beizutreten: Dazu musste ich erst einmal rausfinden, was die GEMA eigentlich ist, was die Aufgabe der GEMA ist und warum man da beitreten soll (oder eben auch nicht). Dabei hab ich gemerkt: Das Thema ist kompliziert, verwirrend und im Grunde dann doch wieder ganz einfach - und deshalb doch wieder saukompliziert.
Zuerst mal: Mit dem Urheberrecht hat die GEMA so erstmal nichts zu tun. Jeder Komponist oder Texter hat automatisch und gesetzlich das Urheberrecht auf seiner Seite. Sobald du also einen Song erstellst, gehört er urheberrechtlich dir und nur dir allein. Eine Band kann den Song spielen, der Urheber des Songs bleibt aber derjenige, der den Song geschrieben hat. Bei mehreren Autoren wird das Urheberrecht aufgeteilt. Änderungen oder gar das Abtreten des Ursprungsmaterials muss mit allen Miturhebern abgesprochen werden und alle Urheber müssen der Änderung zustimmen.
Das heißt: Das Urheberrecht ist immer da, völlig unabhängig von der GEMA. Das heißt ausserdem: Was Ihr mit EURER Musik macht ist so erstmal eure Sache. Ich biete meine Musik kostenlos an, weil ich das darf. Es ist schließlich MEINE Musik und deshalb erlaube ich fast jede mögliche Verwertung des Materials.
Das heisst ausserdem: Ich darf meine Musik auf CD veröffentlichen. Ich darf die auch auf Platte veröffentlichen, selbst digitaler Verkauf ist möglich. Auch hierzu benötige ich die GEMA nicht. Genaugenommen wäre die GEMA sogar hinderlich aber dazu später mehr.
Die GEMA-Mitgliedschaft ist theoretisch also völlig unnötig, praktisch ist es aber leider so, dass die Mitgliedschaft durchaus Sinn machen kann. Die GEMA hat nämlich eine wichtige Funktion: Die GEMA sorgt dafür, dass du als Künstler tatsächlich Geld mit deiner Musik verdienen kannst.
Das Urheberrecht ist in Deutschland nicht übertragbar. Die GEMA hat die Aufgabe, zu "überwachen", wer deine Musik verwendet und wo sie gespielt wurde. Für die Wiedergabe deines Songs muss an die GEMA gezahlt werden. Das Geld wird gesammelt. Durch ein kompliziertes Punktesystem wird die Kohle nun an die einzelnen Urheber aufgeteilt. Dabei spielt die Art der Musik eine Rolle, dann natürlich - wie häufig wurde der Song gespielt, wieviele Releases sind bei der GEMA angemeldet und diverser anderer Kleinkram, der in die Punkte mit einfließt. Dafür kriegst du also tatsächlich Geld.
Allerdings bedeutet das auch folgendes: Wenn du deine Musik kostenlos zum Download anbietest und das Werk bei der GEMA angemeldet ist, MUSS auch dafür Geld gezahlt werden. In diesem Fall zahlst du also quasi deine eigenen Tantiemen. Ausnahmeregelungen gibt es allerdings auch: Als Stream ist es für die GEMA i.O., wenn nachgewiesen werden kann, dass du als Urheber auch wirklich auch für den Stream verantwortlich bist.
Muss man als Musiker der GEMA beitreten?
Kurz gesagt: Nein! -
Ausführlich gesagt: Die GEMA soll dich unterstützen. Sie soll
dafür sorgen, dass du als Künstler dein Geld kriegst. Du kannst
das aber genau so gut selbst machen: Bestimmte eindeutig, was mit
deinem Song gemacht werden darf und was nicht. Lege zum Beispiel
fest, dass es erlaubt ist, remixes anzufertigen. Lege fest, dass
die Wiedergabe im WWW oder im Radio kostenlos erlaubt ist. Du
kannst auch festlegen, dass jedesmal abspielen das Radio nen Euro
kostet, das ist dein gutes Recht.
Wenn sich jemand daran nicht hält und du das mitkriegst, kannst du deine Rechte wahren und z.B. gerichtlich dagegen angehen.
Die Creative-Commons-Lizenzen sind "vorgefertigte" Lizenzen, die deinen Hörern klar und deutlich mitteilen, was mit deinen Songs passieren darf und was nicht. Die CC vertritt dich allerdings nicht vor Gericht oder so: Du hast lediglich schriftlich deinem Kunden klargemacht, woran er nun ist. Im Grunde kannst du die CC-Lizenz also als Vordruck betrachten.
Die einhunderttausend Mark Frage
Ich habe ja eine gewisse Affinität zu den Niederlanden. Ich finde die Leute da extrem entspannt, ich mag VLA und finde, das "Go Fast" so ziemlich das beste Gesöff der Welt ist. Nicht zuletzt feiern die Holländer mit Defqon und Mysteryland die fettesten Openair-Raves ever.
Die holländische Presse hingegen ist bisher immer völlig an mir vorbei gegangen, bis mir heute ein Freund erzählt hat, was ein niederländischer Reporter eigentlich mit den Oberhoschis der Wespenkoalition angestellt hat. Und seitdem liebe ich Holland noch viel mehr.
Was war geschehen?
Merkel und ihre Spießgesellen saßen da und spielten so'n bißchen
die siegessicheren Politbonzen. Alles war wie immer, die
Pressefragen waren zwar hart aber doch sehr herzlich. Merkel
erzählte fröhlich, das Schäuble nun also nicht mehr die innere
Sicherheit gefährdet sondern nun der Oberschatzfinanzmeister von
Good Ol' Germany ist. Rosa Blümchen wuchsen, der Himmel strahlte
blauer als je zuvor und die Vögel sangen gar ihr friedliches
Liedlein.
Doch dann verdunkelte sich der Himmel: Ein Reporter namens Rob Savelberg fragte eine einfache Frage.
Savelberg wollte wissen, wie vertrauenswürdig Schäuble ist, hat er doch immerhin 100.000 Mark einfach so verlegt. Schäuble erhielt vor ungefähr 10 Jahren eine "Spende" vom Waffenhändler Kalle Schreiber. Schäuble hat nie offengelegt, wo die Kohle hin ist. Er ist vom Parteivorsitz zurückgetreten, mittlerweile aber ja wieder ein Spitzenpolitiker.
Also: Kurz gesagt - Ein Politiker, der offensichtlich an selektiver Demenz leidet, wenn es um Geld geht, soll nun also Finanzminister werden. Wie vertrauenswürdig ist so einer?
Merkel schweigt, Westerwelle guckt geschockt und die Reporter lachen. Endlich eine Reaktion auf dem Gesicht unserer Bundesangie: "Schäuble genießt mein absolutes Vertrauen"...
Savelberg lässt nicht locker, er fragt nochmal: "Wie soll einer, der 100.000 Mark in seiner Schreibtischschublade verlegt auf die Finanzen eines ganzen Staates achten können?" - Angie schaut hilfesuchend umher: Westerwelle souffliert: "Es ist alles gesagt" - Vermutlich hat Guido das aber auch auf Englisch souffliert: "It is everything being said".
Savelberg fragt noch einmal und man sieht, wie Merkel am liebsten schreien möchte: "Halt die Fresse, du dämlicher Kääskopp. Unsere Reporter hier haben das ja auch vergessen und du blöder Oranje-Heini kommst hier mit so ollen Kamellen an. Geh zurück in deinen Wohnwagen und zieh dir nen Joint rein!"
Man kann auf jedenfall 3 Dinge festhalten:
- Holland hat die cooleren Reporter
- die deutschen Medien haben Schiss, dermaßen unbequeme Fragen zu stellen
- Schäuble sitzt noch immer auf 100.000 Mark.
Es ist wirklich oberpeinlich, dass erst ein Reporter aus dem Ausland kommen muss, um den absoluten Mißstand anzuklagen, dass die CDU noch immer nicht alles zur Spendengeldaffäre gesagt hat. Es ist ausserdem superpeinlich, dass bei den Anführern unseres schönen Landes eine fiese Vetternwirtschaft mit immer denselben hochrangigen Politikern durchgeführt wird. Vetternwirtschaft...
- Author / Datum:
- Marc Shake • 27.10.2009 - 22:35
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- Politik •
Seit 50 Jahren gibt es nun Diskotheken
Die Diskothek ist nun 50 Jahre alt. Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch.
Wer nun meint Diskotheken seien eine Erfindung der USA oder der Briten, die ja sonst alles erfunden haben, irrt sich gewaltig. Die erste Diskothek gab es in Europa aufm Festland. In einem Land, dass weltweit eher als Biernation oder Oktoberfest-Land bekannt ist: Deutschland.
Die erste Diskothek gab es aber nicht in München, nicht in Hamburg, nicht in Berlin und schon gar nicht in Bremen. Die erste Diskothek war der Scotch Club in Aachen. Dieser Laden war vorher ein mässig laufendes Restaurant und der Betreiber hatte die Idee aus dem Laden ein Tanzlokal zu machen. Tanzlokale gab es natürlich schon, allerdings waren da immer Tanzkapellen. Das Konzept war nun aber so einfach wie genial: Die Leute hörten damals ihre Hitparade im Radio, warum sollte man den Musikbegeisterten also nicht genau DIESE Songs und vielleicht sogar die Maxi-Versionen oder B-Seiten nicht direkt in voller Lautstärke vorspielen? Nebenbei wird ein wenig moderiert, weil das im Radio dank Leuten wie Chris Howland auch immer gut ankam.
Relativ gelangweilt wurden Platten heruntergespielt, da irgendwie nicht wirklich klar war wie Musik ohne Band überhaupt vernünftig präsentiert werden soll. Klaus Quirini, damals 19 Jahre alt, fand das total öde und machte seinem Unmut auch deutlich Luft. Er sagte, dass er das wesentlich besser kann und musste das dann auch prompt unter Beweis stellen. Witzige Moderationen und teilweise sogar kleine Spiele sorgten dafür, dass die Leute aus der Reserve gelockt wurden und nun die Hüften schwingen mussten. Quirini hat damals bestimmt nicht geahnt, dass er damit ein völlig neues Berufsbild erschaffen hat. Den DJ. Auch der Begriff Diskothek war vorher lediglich als "Plattensammlung" bekannt, von Tanzlokal oder gar Erlebnistempel war überhaupt nie nicht die Rede.
Laut djlist.com gibt es mittlerweile weltweit 218804 DJs. Ich denke mal, diese Zahl kann man getrost mindestens verdoppeln, da viele DJs da gar nicht eingetragen sind. Ich selbst stehe zwar drin, bin aber eher unter den letzten paar hundert. Eine einzige kommerzielle Singleveröffentlichung reicht da wohl nicht aus ;)
DJs sind heutzutage in Verbänden organisiert, es gibt den DJ-Führerschein, der insofern wichtig ist, damit man seinem Publikum nicht das Hirn wegschmort. Auf Events wie der Defqon oder der Loveparade treten DJs als Künstler auf und DJs wie ATB oder Tïesto sind absolute Weltstars und treten absolut überall auf.
- Author / Datum:
- Marc Shake • 24.10.2009 - 12:50
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- news •

