Die CD ist tot. Das digitale Medium CD kann gerippt, kopiert und gebrannt werden. Im Schuber sehen CDs auch mit Schmuckverpackungen oder als Special-Editions einfach nicht gut aus und 16bit/44100 Hz ist technisch im Grunde auch veraltet. Die Verkäufe von CDs stürzen ins Bodenlose und die Musikindustrie denkt sich immer neue bekloppte Versuche aus, Musikfreunde zu diskreditieren und zu verklagen.
MP3, AAC, OGG, FLAC und wie die anderen Formate alle heißen sind für echte Fans aber auch nicht das Wahre. Man erhält ne Datei. 3-30 MB Daten, die nach Musik klingen. Man hat nix zum Anfassen und irgendwie ist die Datei halt doch nur eine unter vielen. Ich verkaufe hier ja auch eine CD, weil MP3 halt nur Dateien sind aber gerade für DJs sind Platten doch besser.
Nicht nur für DJs sind Platten besser: In der New York Times gibt's nen Artikel, dass Plattenläden mittlerweile wesentlich mehr Platten verkaufen als früher. Und das Zeug wird nicht nur von DJs gekauft, insbesondere die iPod-Generation kauft die Vinyle wie verrückt. Die Gründe dafür sind vielfältig.
Platten sind mit 30,48 cm (12") schonmal größer als die 10 cm großen CDs. Dementsprechend sieht ein Plattencover wirklich schön aus, wenn es aufwändig bedruckt ist. Nicht zuletzt sehen 80 Platten wesentlich imposanter aus als 80 Plastikschachteln, die zwar mehr Musik in Form von CDs enthalten.
Für mich als DJ ist die normale Schallplatte die erste Wahl. Ich könnte mit Mixxx und ein paar Timecontroller-Vinylen auch MP3 mixen aber für mich ist der Klang einer Vinyl einfach wesentlich angenehmer. Ich weiß nicht, ob das wirklich so ist aber es fühlt sich einfach besser an.
„ich hab nun turntables aber wo krieg ich nun musik her?“
Diese Frage stellt sich so mancher, der DJ werden möchte. Natürlich kann man sich einfach mal ein kostenloses DJ Programm installieren. Man kann sich dann für ca. 20 Euro/Stück ein paar Controller-Vinyle von Serato oder Traktor besorgen. Die Musik selbst könnte man kostenlos als MP3 herunterladen. Könnte man...
Das Problem bei MP3-Dateien ist, dass auch kostenloser Hardstyle nicht unbedingt legal zu beziehen ist. Wenn man kreativ genug ist, könnte man professionelle Musiksoftware nutzen und selbst was produzieren. Das geht alles, ist aber auch nicht unbedingt einfach. Deshalb sollte man als angehender DJ zuerst mal befreundete DJs fragen. Wenn man keine DJ-Freunde hat, kann man zu Hitflip gehen und seine ungewünschten CDs oder Vinyle gegen andere Vinyle austauschen. Man kann den Kram auch bei Hitmeister recht günstig einkaufen. Letztendlich ist das aber egal, wo man hingeht. Es gibt ja auch jede Menge guter DJ-Shops.
Ich selbst kaufe meistens bei Cuepoint ein. Die Leute rufen auch mal an, wenn's kritisch wird und die Vinyle nicht pünktlich da sein können. Pünklichkeit ist wichtig, zumal man als DJ vor einem Auftritt die Platten mindestens einmal gehört haben sollte :)
Ich habe mich gerade gefragt, ob es sich lohnt, der GEMA beizutreten: Dazu musste ich erst einmal rausfinden, was die GEMA eigentlich ist, was die Aufgabe der GEMA ist und warum man da beitreten soll (oder eben auch nicht). Dabei hab ich gemerkt: Das Thema ist kompliziert, verwirrend und im Grunde dann doch wieder ganz einfach - und deshalb doch wieder saukompliziert.
Zuerst mal: Mit dem Urheberrecht hat die GEMA so erstmal nichts zu tun. Jeder Komponist oder Texter hat automatisch und gesetzlich das Urheberrecht auf seiner Seite. Sobald du also einen Song erstellst, gehört er urheberrechtlich dir und nur dir allein. Eine Band kann den Song spielen, der Urheber des Songs bleibt aber derjenige, der den Song geschrieben hat. Bei mehreren Autoren wird das Urheberrecht aufgeteilt. Änderungen oder gar das Abtreten des Ursprungsmaterials muss mit allen Miturhebern abgesprochen werden und alle Urheber müssen der Änderung zustimmen.
Das heißt: Das Urheberrecht ist immer da, völlig unabhängig von der GEMA. Das heißt ausserdem: Was Ihr mit EURER Musik macht ist so erstmal eure Sache. Ich biete meine Musik kostenlos an, weil ich das darf. Es ist schließlich MEINE Musik und deshalb erlaube ich fast jede mögliche Verwertung des Materials.
Das heisst ausserdem: Ich darf meine Musik auf CD veröffentlichen. Ich darf die auch auf Platte veröffentlichen, selbst digitaler Verkauf ist möglich. Auch hierzu benötige ich die GEMA nicht. Genaugenommen wäre die GEMA sogar hinderlich aber dazu später mehr.
Die GEMA-Mitgliedschaft ist theoretisch also völlig unnötig, praktisch ist es aber leider so, dass die Mitgliedschaft durchaus Sinn machen kann. Die GEMA hat nämlich eine wichtige Funktion: Die GEMA sorgt dafür, dass du als Künstler tatsächlich Geld mit deiner Musik verdienen kannst.
Das Urheberrecht ist in Deutschland nicht übertragbar. Die GEMA hat die Aufgabe, zu "überwachen", wer deine Musik verwendet und wo sie gespielt wurde. Für die Wiedergabe deines Songs muss an die GEMA gezahlt werden. Das Geld wird gesammelt. Durch ein kompliziertes Punktesystem wird die Kohle nun an die einzelnen Urheber aufgeteilt. Dabei spielt die Art der Musik eine Rolle, dann natürlich - wie häufig wurde der Song gespielt, wieviele Releases sind bei der GEMA angemeldet und diverser anderer Kleinkram, der in die Punkte mit einfließt. Dafür kriegst du also tatsächlich Geld.
Allerdings bedeutet das auch folgendes: Wenn du deine Musik kostenlos zum Download anbietest und das Werk bei der GEMA angemeldet ist, MUSS auch dafür Geld gezahlt werden. In diesem Fall zahlst du also quasi deine eigenen Tantiemen. Ausnahmeregelungen gibt es allerdings auch: Als Stream ist es für die GEMA i.O., wenn nachgewiesen werden kann, dass du als Urheber auch wirklich auch für den Stream verantwortlich bist.
Kurz gesagt: Nein! -
Ausführlich gesagt: Die GEMA soll dich unterstützen. Sie soll dafür sorgen, dass du als Künstler dein Geld kriegst. Du kannst das aber genau so gut selbst machen: Bestimmte eindeutig, was mit deinem Song gemacht werden darf und was nicht. Lege zum Beispiel fest, dass es erlaubt ist, remixes anzufertigen. Lege fest, dass die Wiedergabe im WWW oder im Radio kostenlos erlaubt ist. Du kannst auch festlegen, dass jedesmal abspielen das Radio nen Euro kostet, das ist dein gutes Recht.
Wenn sich jemand daran nicht hält und du das mitkriegst, kannst du deine Rechte wahren und z.B. gerichtlich dagegen angehen.
Die Creative-Commons-Lizenzen sind "vorgefertigte" Lizenzen, die deinen Hörern klar und deutlich mitteilen, was mit deinen Songs passieren darf und was nicht. Die CC vertritt dich allerdings nicht vor Gericht oder so: Du hast lediglich schriftlich deinem Kunden klargemacht, woran er nun ist. Im Grunde kannst du die CC-Lizenz also als Vordruck betrachten.
Genug Leute suchen immer mal wieder nach einem Remix-Programm. Das witzige daran ist, dass es per se eigentlich gar kein Remix-Programm gibt. Deshalb erkläre ich dir mal, wie man einen Remix macht. Dazu muss ich aber erstmal weiter ausholen und erklären, was ein Remix eigentlich ist:
Ein Remix ist eine speziell abgemischte (mix) Version eines Songs. Der Song wird neu arrangiert, teilweise wird sogar das Genre geändert und der Remix selbst klingt dann komplett anders als das Original. Remixes sind meistens als B-Seiten auf CDs/Vinyls drauf und typischerweise gibt's gerade bei den Machern der elektronischen Musik mindestens immer ne Radioversion und einen Clubmix.
Die Frage nach Remix-Programmen ist eigentlich überflüssig: Genaugenommen sieht es so aus: Der Originalkünstler erstellt nen Song und bietet mindestens die Vocalspuren (den Gesang) zum Remixen an. Manchmal ist auch noch ein Midi-File dabei, damit die Akkorde stimmen und man eine Grundlage hat. Es läuft also darauf hinaus, dass man Remixes mit einem Musikprogramm oder aber einer Liveband spielen muss. Es gibt einfach kein Programm, wo man nen Song einlädt, dann auf Remix drückt und am Ende aus Smell's like Teen Spirit eine House-Scheibe wird. (Beispielsweise hier: Patrick Alawi Rerox Mix auf Youtube)
Einen Remix erstelle ich normalerweise mit Renoise. Im Normalfall erhalte ich auch mindestens die Vocals von dem entsprechenden Künstler. Da nicht jeder ich ist, muss man dreist genug nachfragen oder gleich bei Acapellas4u gucken, da sich die meisten kommerziellen Producer logischerweise ein wenig anstellen.
Mal angenommen, du bist absolut nicht fit mit Musikprogrammen, willst aber aus 2 Songs einen Song machen. Diese sogenannten Mashups oder Bastard-Pop kann man auch mit Renoise oder Cubase erstellen. Für sowas bevorzuge ich (und auch andere) allerdings Acid Pro von Sony.
Fazit: Um einen Remix zu erstellen benötigt man:
Es besteht nun endlich die Möglichkeit, mich für jeden Hardstyle oder Hardtrance-Event zu buchen. Die beste und vermutlich günstigste Möglichkeit ist natürlich, mich direkt zu fragen. Über DJ Dealer geht das natürlich auch. Nicht zuletzt kann man aber auch hier in den Comments mal nachfragen. Fragen kostet nämlich grundsätzlich mal nix.
Ich verfüge vermutlich nicht über soviele Referenzen wie andere DJs. Aber wer mal mein DJ-Tutorial gelesen hat wird schnell merken, dass ich weiß wovon ich da rede. Und leergespielt hab ich einen Laden bisher noch nie.
Ich sehe DJ-Kram als nicht so schwierig an. Ein wenig Taktgefühl vorausgesetzt kann das meiner Meinung nach eigentlich wirklich jeder. Der Unterschied zwischen dem Wohnzimmer- und dem Event-DJ ist lediglich das Verhältnis zu dieser Arbeit. Wie beim Job auch, muss meiner Meinung nach Leidenschaft dabei sein. Man muss als DJ Musik leben und natürlich die Leute mit dieser Liebe begeistern können. Das sieht wahnsinnig einfach aus aber ein Publikum aus Arschlöchern bleibt ein Publikum aus Arschlöchern. Ein Profi lässt sich das aber nicht anmerken sondern betont immer wieder, dass die Leute aus der nächstgrößeren Nachbarstadt ja gar nicht so gut feiern konnten.
Ein echter Profi spricht auch nicht von Arschlöchern. Ich also auch nicht :)