Musikproduktion am PC

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Musikproduktion am PC

Musikproduktion am PC ist heute wesentlich einfacher als noch vor 10 Jahren. Damals gab es viele Faktoren, die einen davon abgehalten haben, semiprofessionelle Musikproduktion überhaupt durchzuführen. Damals benötigte man entweder zwingend eine Band mit vielen talentierten Musikern oder aber eine Menge Hardware, die sauteuer und gleichzeitig ziemlich schwer zu bedienen war. Die PCs wurden aber mit der Zeit immer schneller und dank Standards wie VST, LADSPA oder auch AU kann man mittlerweile fast jedes Instrument als Plugin im Sequenzer benutzen.

Dieser Artikel beschreibt dir nun, was du alles benötigst, um selbst (elektronische) Musik zu produzieren. Wenn du fit an der Akustikgitarre bist und von Techno oder Trance gar nichts wissen willst, kann dir dieser Artikel dennoch wertvolle Informationen geben, damit du deine Sachen aufnehmen kannst und digital aufbereiten kannst.

Dieser Artikel ist teil einer Serie, die kontinuierlich ausgebaut wird. Nach und nach werde ich die entsprechenden Links freigeben und die Artikel einstellen, sobald sie fertig sind. Hier nun erstmal das Inhaltsverzeichnis:

Was genau ist Musikproduktion

Im Grunde ist Musikproduktion die Erschaffung von Musik. Es klingt wenig ideologisch aber eigentlich ist Müllproduktion die Produktion von Müll als Rest und bei der Musikproduktion bleibt halt Musik übrig. Im Normalfall will man natürlich nicht, dass die Musik Müll ist aber 10 von 20 Songs, die du selbst vielleicht noch okay findest werden von anderen als Müll empfunden. Das ist nicht schlimm, Geschmäcker sind ja verschieden und andere 10 Leute denken vermutlich, dass du denen gerade den geilsten Song aller Zeiten gezeigt hast.

Musikproduktion ist also nur die Erschaffung von Tönen, die irgendwie zusammen einen Sinn ergeben. Das alles zusammen klingt gut und das Endergebnis löst beim Zuhörer irgendwelche Gefühle zwischen Befriedigung und Brechreiz aus.

Wikipedia sagt auch, dass der Musikproduzent die Band motiviert und selbst auch als Komponist künstlerisch tätig sein kann. Ich denke, da wir uns hier ja einig sind, dass DU nen Song produzieren willst, kann der "Komponist", "Toningenieur" oder "Motivator" bzw. "Konzertveranstalter" erstmal vorläufig aussen vor gelassen werden.

Das Heimstudio

Das Heimstudio ist quasi dein Reich. Es ist der Kommandostand, die Brücke, die Schaltzentrale der Macht. Es ist - wenn du gerade mit Musikproduktion anfängst - nichts anderes als dein Schlafzimmer. Auch das klingt erstmal ziemlich demotivierend, andersrum haben Bands wie Metallica oder Avril Lavigne ihre besten Tracks im Hotelzimmer auf nem Diktiergerät aufgenommen oder sogar die Noten auf nem Bierdeckel notiert.

Der Vorteil von einem Schlafzimmer-Studio ist natürlich, dass der Weg zum Bett nicht so weit ist.

Der Nachteil vom Schlafzimmer-Studio ist: Richtig krach machen geht nicht unbedingt.

Analoge Instrumente aufnehmen

Analoge Instrumente aufnehmen ist eigentlich schon eine schwierigere Sache aber da viele Tutorials eigentlich immer nur auf den Digitalkrams eingehen möchte ich zumindest versuchen, dir klarzumachen wie du deine Gitarre oder dein Klavier ansatzweise vernünftig aus den Rechner bekommst.

Natürlich kommt jetzt der Moment, wo du dir überlegen musst, was du für ein Mikrofon ausgeben willst: Billigmikrofone kriegst du beim "Blödhändler" für ein paar Eurofuffzig aber diese Dinger neigen dazu echt beknackte Aufnahmen zu liefern. Je nachdem, wie ernst es dir also mit der Aufnahme deines Klaviers oder deiner Gitarre ist, brauchst du also mindestens ein gutes Mike und nen Ständer. Das hat hier ausnahmsweise mal nix mit Sex zu tun aber wenn du zum Beispiel deine Akustikgitarre aufnehmen willst, musst du die Möglichkeit haben, dein Mikrofon auf die Klampfe ausrichten zu können.

Bei einem Klavier ist das ganze noch schwerer, da die Klavierseiten vom ersten "C" bis zum letzten "C" sehr weit auseinanderliegen und man da ein Mikrofon braucht, das in der Lage ist einen weiten Winkel zu erfassen.

Richtig übel ist die Aufnahme von Drums, da die wirklich nur dann gut klingen, wenn jede einzelne Trommel ein eigenes Mikrofon bekommt.

Du bemerkst sicher jetzt schon: Hier wird richtig Geld gefordert: Die normale Soundkarte verfügt nämlich meistens nur über einen einzigen Mikrofoneingang. Jetzt bist du also schon gefordert und brauchst ein kleines Mischpult. Das Peavey VR8 hat 4 Mikrofoneingänge und kostet ca. 100 Euro.

Du solltest also bei Piano oder Drum-Aufnahmen überlegen, ob du da nicht besser mit Plugins beraten bist. Ein sehr gutes Plugin ist CV Piano von Tascam. Drumsamples bietet eine Google-Suche. Lies dazu auch den Artikel Realistische Drums

Deine Soundkarte

Die meisten modernen Soundkarten, sogar die Mainboard-verschraubten Billigteile verfügen mittlerweile über recht gute DSPs, mit 8bit-Sounds muss sich heute keiner mehr herumschlagen. Zumindest die mir bekannten Soundchips sind alle in der Lage mit 96 kHz bei 32bit aufzunehmen. Für's erste reicht 16bit und 44 kHz aber locker aus.

Gängige Soundkarten verfügen über folgende Anschlüsse:

  • Front L/R (Vorne Stereo)
  • Back L/R (Hinten LR)
  • Center (Front-Center)
  • Bass
  • Mic In (Verstärkter Mikro-Eingang)
  • Line In (Aux In)

Digital. Einfach aber eben nicht analog

Da sich VST, Ladspa, DSSI, AU und andere Standards durchgesetzt haben und die Rechenpower der PCs und Macs mittlerweile astronomische Geschwindigkeiten angenommen hat, solltest Du überlegen nicht von anfang an Digital zu arbeiten.

Digital bedeutet natürlich, dass du dich sehr schnell in Voreinstellungen von Synthesizern verlieren kannst und dabei das eigentliche Ziel, Musik zu machen, völlig aus den Augen verlierst. Ausserdem heißt Digital immer, dass es nicht Analog ist. So blöd das klingt, kein Plugin ist jemals in der Lage, nen 100%igen realistischen Sound eines Analogsynths oder gar einer Gitarre wiederzugeben. Insofern ist es gerade bei der Digitalen Musikproduktion wichtig, seine DAW zu kennen.

MIDI - Die Oma unter den Standards

MIDI ist für Computerverhältnisse biblisch alt. Allerdings funktioniert dieser Standard absolut problemlos auf

  1. jedem Betriebssystem
  2. nahezu jedem Synth/Effektgerät
  3. jedem DAW
  4. jeglicher Hardware

- deshalb haben andere Standards, die vermutlich wesentlich schneller und vermutlich sogar besser sind, keine reelle Chance.

Die Idee für den Song

Woher kommen Ideen für gute Songs?
Die Antwort darauf ist einfach: Von überall her. Schreibe einen Song über Dinge, die dich umgeben. Von mir aus auch über Youtube-Videos, wenn dir wirklich nichts besseres einfällt. Zumindest hättest du da auf jedenfall gute Promotion.

Author / Datum:
Marc Shake • 16.10.2009 - 17:59
Categories
Musikproduktion

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