Professionelle Musik Software
Was gilt als professionelle Musiksoftware? Dieser Artikel verschafft dir einen Überblick über professionelle Musikprogramme. Lies aber bitte noch den folgenden Absatz genau durch:
Eigentlich gibt es gar keine professionelle Musiksoftware! Ich lehne mich mit dieser Aussage weit aus dem Fenster aber frage mal einen Bildhauer nach einem professionellen Hammer oder einen Maler nach einem professionellen Pinsel!
Fakt ist: Musikprogramme sind Werkzeuge, die nur so gut sein können wie derjenige, der sie bedient. Dabei ist es grundsätzlich egal, ob man nun Cubase, Logic oder sogar den Musicmaker benutzt. All diese Programme haben eine Daseinsberechtigung denn für jedes professionelle Musikprogramm gibt es die entsprechende Zielgruppe.
Jedes Musikprogramm zeichnet sich allerdings durch bestimmte Features aus: Für Reason gibt's Refills, bei Cubase und Renoise VST und Logic hat den AU-Standard. Unter Linux nutzen viele über Rosegarden oder Ardour den Ladspa-Standard und wieder andere schwören auf DSSI oder gar nur Samples.
Die meisten Windows-User entscheiden sich für Cubase von Steinberg. Das liegt in erster Line aber daran, dass sie es schonmal bei jemand anderes gesehen habe und daran, dass Logic für Windows nicht mehr herausgebracht wird. Bei den Mac-Anhängern wiederum wird Logic sehr gern genutzt. Der Hauptgrund dort kann in der tiefen Verzahnung mit MacOS gesucht werden. Was man Apple nämlich nicht vorwerfen kann ist schlechte Usability.
Trackerprogramme wie Renoise oder Milkytracker genießen leider noch immer den Ruf, nicht professionell zu sein. Das ist nachvollziehbar, denn zum einen sehen die "Noten" sehr "freakig" aus und zum anderen haben diese Tools wenig mit der Benutzeroberfläche des Betriebssystems gemeinsam. Dennoch sind das beides professionelle Programme. Künstler wie Depeche Mode oder Venetian Snares schwören auf Tracker.
Gerade im Technobereich kommen viele Leute aus der Trackerszene, haben dann aber auf Logic oder vergleichbare Tools gewechselt. Der Grund dafür ist übrigens sehr einleuchtend: Da man bis vor ein paar Jahren mit Hardware-Synthesizern arbeiten musste, die Midi-Fähigkeiten von Trackern aber unter aller Sau waren und nur Samples genutzt werden konnten, hatte man einfach keine andere Option, als zum Midi-Tool zu wechseln.
Im Grunde hat sich die Entwicklung in der Mitte getroffen: Während Tracker mies bei Midi und Plugins waren, litten Logic und Co. an schlechter Sample-Unterstützung.
Fazit: Ein professionelles Musikprogramm ist DAS Musikprogramm, mit dem du deinen Sound perfekt erstellen kannst. Auch wenn's Musicmaker ist.
- Author / Datum:
- Marc Shake • 25.08.2009 - 15:48
- Categories
- Musikproduktion •
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