Bis zur Defqon 2008 war mir Frontliner kein Begriff. Das liegt nicht an ihm, ich kann mir nur die Namen von zig Djs nicht merken und wenn die Musik insgesamt stimmt, ist mir eigentlich auch wurscht, wer da nun auflegt oder wer den entsprechenden Track produziert hat. Bis ich auf der Defqon auf einmal einen total geilen Track gehört habe, der mich spontan an Outside World von Sunbeam erinnerte aber dann doch eine andere Melodie hatte. Spacer von Frontliner gehört seit der Defqon 2008 zu meinen absoluten Lieblings-Tracks ever.
Nun aber das erste Review einer Hardstyle-Platte auf Trancefish.de und dieses Review ist auch Mr. Frontliner gewidmet. Die bewertete Vinyl stammt aus dem Label Scantraxx und nennt sich The First Cut / Greenhouse. Natürlich ist diese Vinyl von Frontliner und natürlich schreibe ich euch jetzt, wie ich diese Scheibe finde.
Für DJs wird diese Vinyl mit ein paar Claps auf den 4 Takten eingeleitet. Dann folgt das uralte Sprachsample "The first cut on this record has been cross format focused for airplay success". Ab da wird die Single dann doch recht interessant, denn ab dann setzen wunderschöne Streicher ein und der Track wird einigermassen ruhig. Ab dann wird's giftig: Ein ziemlich brutaler Arp schmettert über die Strings hinweg, welche dann auch noch durch ein Trancegate gepustet werden. Akustisch entsteht ein ziemlich geiler Mix, der unterbewußt noch ein paar Melodien ins Gehör jagt. Dadadaaaa
Die tolle Nustyle-Drum setzt ein und auch wenn Hardstyle-Puristen die Nustyle-Drum ablehnen so muss ich dazu mal eins sagen: Ich finde es gut, die Bassdrum als Bestandteil der Melodie zu nutzen. Die kreativen Möglichkeiten sind einfach größer als wenn ich permanent ein 'A' auf ner übersteuerten 909 heraushämmere.
Hach ja, B-Seiten. Oft enthalten diese B-Seiten die absoluten Schätze und meiner Meinung nach sind die B-Seiten oft sogar die besseren Knaller auf irgendwelchen Parties. Aber bei dieser B-Seite weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Greenhouse ist eine solide Produktion und geht gut nach vorne. Es ist definitiv ein Floorfiller und mit etwas über 6 Minuten Spielzeit ist die B-Seite sogar fast 2 Minuten länger als die A-Seite. Im Grunde ist die B-Seite einfach ein klassischer Hardstyle-Track mit einer einfachen, stimmigen Melodie und verschiedenen Bassdrums, einmal mit einem pumpenden Offbeat-Bass, danach wird auf eine extrem übersteuerte Drum umgeschaltet.
Für meinen Geschmack ist der Track ein wenig sehr monoton. Das Sprachsample "You cannot define Talent, all you can do is build a greenhouse and see if it grows" kommt auch zu häufig und gemessen an Spacer, Warphole oder eben The First Cut ist der Track nicht wirklich gut. Klar - beim Publikum kommt der Song schon irgendwie an aber bei mir hinterlässt der Song eine gewisse Leere.
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