Kabel 1 zeigt ab 15.07.2010 eine neue Miniserie namens "The Pacific". Produziert wurde diese Serie vom gleichen Team wie die extrem fantastische Miniserie "Band of Brothers", welche hier unglücklicherweise auf RTL2 lief und so bis zur DVD-Veröffentlichung an mir vorbei ging.
Das wird mir mit "The Pacific" hoffentlich nicht passieren. Diese Serie, die von Steven Spielberg und Tom Hanks produziert wurde, behandelt den US-Einsatz der Marines gegen Japan in der Schacht um Guadalcanal. Die Serie kostete ein Vermögen von 200 Mio. US-Dollar. Ähnliche Themen hat auch der Film "The Thin Red Line" bzw. "der schmale Grat" oder eben auch "Letters from Iwo Jima".
Ich bin jedenfalls extrem gespannt auf die Serie, werde mir aber das alles vermutlich komplett erst auf DVD oder BluRay zu Gemüte führen.
Das neue Bewertungssystem scheint sich ausgezahlt zu haben. Es gab wieder jede Menge Nachbarschafts-Votes aber dieses Mal war es längst nicht so übertrieben wie sonst.
Lena hat den ESC gewonnen, nicht einmal knapp sondern mit massiv vielen Punkten. Aus fast ganz Europa kamen volle 12 Punkte und auch die Hetzkampagne einer gewissen Tageszeitung konnte daran nix ändern.
Stefan Raab hat es immer wieder probiert und dieses Mal hat alles gestimmt. Der Song gefällt mir persönlich jetzt nicht so aber die Performance war zugegebenermaßen echt sauber.

Nun ja, da kann man nur gratulieren oder wie seht ihr das?
Vom Gilly erwischt mich doch glatt via Twitter ein Stöckchen, welches gerade zu den Oscars passt.
Kurz gesagt: Ich soll alle Filme fett markieren, die ich schon gesehen habe. Diese Liste umfasst die 100 finanziell erfolgreichsten Filme.
001. Avatar – Aufbruch nach Pandora, 2009, James CameronDas waren also die Oscars 2010. Da mein DVB-T nicht so richtig rund lief, hab ich mir leider die ganze Verleihung nicht anschauen können. Insgesamt macht das aber nichts, da wie üblich, die Zeremonie an sich wieder mal nicht so prall war.
Die Oscars 2010 waren insgesamt aber doch wieder wesentlich besser als letztes Jahr. Überraschungen gab es allerdings meiner Meinung nach keine. Avatar ist ein solider Film, konnte den Preis als Bester Film allerdings nicht gewinnen, da zu einem "besten Film" doch noch immer mehr gehört, als nur Eyecandy und eine überschaubare Story. Sowieso waren die Oscars dieses Mal recht ausgewogen. Als Nicht-Filmschaffender war ich zumindest überrascht, dass die Preisträger entweder schon alte Hollywood-Hasen oder eben mehr oder weniger unbekannte Leutchen waren. Ich denk mal, von Mo'Nique haben die wenigsten in Deutschland je gehört und Christoph Waltz ist bei den Amerikanern ja eher unbekannt.
Ich mag Jeff Bridges, den Preisträger des Besten Hauptdarstellers für "Crazy Heart". Ich fand Bridges bei Tron schon cool und ungeschlagen zum Gröhlen bei DEM Film überhaupt: The Big Lebowski. Auch bei Iron Man hat mich Jeff total umgehauen. Kurz gesagt: Das is'n Typ, den ich irgendwie mag.
Sandra Bullock ist für mich so'n bißchen komisch. Bei Speed fand ich sie klasse, dann kam irgendwann Miss Undercover und irgendwie dachte ich ne Zeitlang, dass die Dame weg vom Fenster ist. Es kamen ein paar Liebeskomödien und jetzt bekam Bullock (die irgendwas von "Zähneputzen" am Redcarpet gefaselt hat) nen Oscar als Beste Darstellerin. Hmm, kann man machen - ich kenn den Film nicht aber irgendwie weiß ich auch nicht. Heißt für mich nur, dass Meryl Streep mal wieder leer ausging.
Up/Oben war für mich klarer Favorit und hat den Preis als bester Animationsfilm nicht umsonst gekriegt. Die ersten 10 Minuten von Up sind noch immer besser als so manches Liebesdrama und die kauzigen Figuren machen Oben zum besten Pixarfilm. (Und das von jemandem, der Cars total beschissen findet)
Star Trek hat ja auch nen Oscar gekriegt, für die beste Maske. - Da frag ich mich gerade, was die Academy da eigentlich geritten hat? So wahnsinnig viel Maske war da jetzt nicht drin.
Der Beste Film wurde ja Kathryn Bigelows Tödliches Kommando - ein Film, den ich mir noch unbedingt angucken muss, da ich Blue Steel, der ebenfalls von Bigelow ist, auch ziemlich gut fand.
Hier übrigens mal die Liste aller Gewinner:
Es gab 1995 bis zum 23. Dezember 2003 eine Zeit, in der Latenight noch funktioniert. Mit stoischer Gelassenheit sendete Sat1 Tag für Tag die Harald Schmidt Show und auch wenn die Quoten nicht berauschend waren, so wurde weitergesendet und es bildete sich eine treue Fanbasis (inkl. mir). Über Harald Schmidt konnte ich mit meinen Freunden morgens in der Schule/Ausbildung reden und auch darüber, wie schön die Crew in die Sendung integriert wurde. Wenn Zerlett lustig sein musste und man ihm gewünscht hat, dass er einfach nur Musik machen darf hat man sich mehr Bildschirmzeit mit Suzanna Novinscak gewünscht.
Damals nannte die Bildzeitung Schmidt noch Dirty Harry und es gab die lustigsten Schmidtsprüche am nächsten Tag noch zum nachlesen. Ich habe mich also gefragt, warum Latenight in Deutschland seitdem quasi tot ist.
Schmidt war zu Glanzzeiten bösartig, sarkastisch, ironisch und intellektuell. Neben absolutem Fäkalhumor schaffte er es eine Pointe zu setzen, die ein abgeschlossenes Germanistikstudium voraussetzte nur um kurz danach wieder irgendwas total bescheuertes (im positiven Sinne) zu zeigen. Mittlerweile ist Schmidt zwar noch immer sehr lustig aber wenn man ehrlich ist, ist viel von der Bösheit verlorengegangen.
Eine zeitlang habe ich Oliver Pocher eine Latenight zugetraut aber irgendwie fehlt mir da neben der Boshaftigkeit einfach der Anspruch. Es gibt in Deutschland keine Jay Lenos oder Conan O'Briens oder Jon Stewarts - also Leute, die hochintelligente politische Statements in kleinen Zoten verpackt an das Publikum richten können.
Wobei ich da den Kabarettisten vielleicht unrecht tue. Ein Dieter Nuhr kann sowas, allerdings ist dieser mit seiner ruhigen Art schwer für diejenigen zu versehen, die abends zum Einlullen in die Sendung einschalten. Ich würde eine Mischung aus Günther Jauch und Volker Pispers mit einer Prise Raab bevorzugen. Sowas gibt's nur leider nicht. Am ehesten würde ich sowas noch Christoph Maria Herbst zutrauen.
Latenight funktioniert nur über Quote: Ein Privatsender kann sich eine Stunde Sendezeit mit miesen Quoten nur bedingt leisten. Wenn eine treue Fanbase immer die Sendung guckt, kann man zielgruppengerechte Werbung schalten. Dafür müsste sich nur eine treue Fanbase bilden.
Was bei den Programmplanern in Deutschland noch nicht angekommen zu sein scheint ist folgendes: Latenight ist TV zum Einschlafen. US-Latenight wird spätabends versendet um für die arbeitende Bevölkerung einen Tagesabschluss zu bilden. Jemand, der den ganzen Tag geackert hat, will politisch informiert sein, verpackt in Humor und letzten Endes noch ein wenig Promo für CDs oder neue Filme sehen. Zwischendurch muss ein aktueller Musikact laufen und währenddessen kann man als Zuschauer beruhigt einschlafen.
Okay, für die lahmarschige Art der deutschen Promis kann man nichts. Davon mal abgesehen gibt es wenige echt interessante und dabei auch noch wortgewandte deutsche Promis, die auch wirklich was zu sagen haben. Im TV werden immer wieder die gleichen Schnarchnasen interviewt und wenn man mal ehrlich ist, interessiert der deutsche Film im Kino auch keine Sau. Da haben es die Amis mit ihren DiCaprios oder Hanks' echt leichter. Diese Leute sind Interviews gewohnt, man kennt sich und dementsprechend ist die Stimmung locker und entspannt.
Einige Dinge sind so lustig, dass die sogar über den großen Teich schwappen. Jimmy Kimmel wollte immer Matt Damon in der Sendung haben. Als er dann da war, hat er richtig witzige Sachen gemacht. Das funktioniert nur, wenn ein gewisses Vertrauen zum Moderator da ist.
Latenight in Deutschland ist zwecklos. Solange nicht täglich um 23:00 Uhr ein intelligenter Kabarettist und Comedian das Tagesgeschehen in wohlportionierte Häppchen packt und die Standard-Gäste aller anderen Sendungen endlich mal zuhause bleiben, wird sich keine Engelke, kein Pocher, kein Schmidt, kein Raab und auch kein Nuhr vernünftig etablieren können.