Arch installieren in supereinfach

Arch installieren in supereinfach

Hinweis: Die hier beschriebene Installationsmethode ballert dir ein Arch auf deinen Rechner und löscht ALLE vorher vorhandenen Betriebssysteme.

  • ISO herunterladen
  • ISO auf USB-Stick schreiben
    • Für Windows kannst du evtl. rufus verwenden. Unter Linux kannst Du dd verwenden
  • Boot Arch-Linux X86_64 auswählen

Tastaturlayout festlegen

  • Optional: loadkeys de eingeben, damit man eine deutsche Tastatur hat. Es geht auch ohne, aber mit deutscher Tastatur geht es einfacher. Y entspricht dem Z also musst du loadkezs schreiben.

Partitionieren

Festplatten unter Linux heißen nicht C:, D: oder E: sondern /dev/sda, /dev/sdb/ usw.

Festplatte partitionieren. Ich selbst nutze cfdisk, aber Du kannst auch jedes andere Partitionierungstool benutzen.

  • Erstelle eine Primäre DOS-Partition und nutze soviel Platz wie möglich. (Wähle dos aus)
  • Erstelle eine weitere Primäre DOS-Partition in der Größe deines RAM, besser noch in der Größe deines RAM erhöht um den Faktor 1,3. Das wird deine SWAP-Partition
  • Hinweis: Sobald du deine Partitionsdaten schreibst, sind die Daten auf deiner Festplatte weg.
  • Wähle write und erfreue dich, denn cfdisk schreibt nun deine Partition

Formatieren

Die meisten Linuxer nutzen mittlerweile das ext4-Filesystem. Das System hat sich in der Vergangenheit als schnell, stabil und sicher erwiesen. Also lass uns dieses System auch für unsere Zwecke nutzen.

mkfs.ext4 /dev/sda1 -L MyArch formatiert unsere erste Partition und gibt dem Ding den Namen MyArch.

Jetzt formatieren wir noch unsere Swap-Partition:

mkswap /dev/sda2 -L MySwap

Einbinden der Partitionen

Nachdem wir jetzt ja Plattenplatz haben, können wir diesen auch nutzen. Unter Linux muss man Datenträger mounten. Bei graphischen Oberflächen passiert so etwas automatisch, bei einer Installation so erstmal noch nicht.

mount -L MyArch /mnt

Grundsätzliche Verzeichnisse erstellen

<span class="hljs-built_in">mkdir</span> /mnt/boot
<span class="hljs-built_in">mkdir</span> /mnt/<span class="hljs-built_in">home</span>

Die Swap-Partition einschalten

<span class="hljs-attribute">swapon -L MySwap</span>

Netzwerkverbindung einrichten

Kabel am Router

Jetzt müssen wir prüfen, ob wir eine Internetverbindung haben. Ich persönlich bevorzuge Kabelverbindungen, weil die normalerweise out of the Box problemlos laufen. Du kannst das prüfen, indem du einfach ping -c2 trancefish.de eingibst. Falls Du ein Kabel angeschlossen hast, es aber keine Verbindung gibt, könntest du mit dhcpcd eine neue IP-Adresse beziehen.

WLAN

Mit dem Befehl wifi-menu kannst du komfortabel deine WLAN-Verbindung einrichten.

Proxyserver konfigurieren

Falls du über einen Proxyserver mit dem Internet verbunden bist (sind die meisten Privatleute fast nie), kannst Du arch mitteilen, dass es doch bitte den Proxyserver benutzen möge:

<span class="hljs-keyword">export</span> http_proxy=<span class="hljs-string">"http://<servername>:<port>"</span>
<span class="hljs-keyword">export</span> ftp_proxy=<span class="hljs-string">"ftp://<servername>:<port>"</span>

Spiegelserver wählen

Die Installationsdateien von Arch werden auf vielen, vielen Servern in der ganzen Welt gespiegelt. Das heißt, dass man immer die Server nutzen kann, die am allerdichtesten am eigenen Wohnort vorliegen. Es macht nicht viel Spaß, die Arch-Installationspakete von einem Server in Neuseeland zu beziehen. Daher legen wir fest, dass wir am liebsten die Server aus Deutschland nutzen möchten.

Die Liste der Spiegelserver befindet sich in der Datei /etc/pacman.d/mirrorlist und da wir diese Datei nun überarbeiten wollen, erstellen wir eine Sicherheitskopie dieser Datei.

cp <span class="hljs-regexp">/etc/</span>pacman.d<span class="hljs-regexp">/mirrorlist /</span>etc<span class="hljs-regexp">/pacman.d/mi</span>rrorlist.bak

Jetzt können wir ohne Stress diese Datei mit vi oder nano bearbeiten. Wir können sogar mcedit verwenden, falls du möchtest.

nano /etc/pacman.d/mirrorlist

Wir löschen jede Zeile, die auf Server verweist, die sich nicht in Deutschland befinden. Bei nano macht man das mit strg+k und bei mcedit mit F8. Wie gesagt, das kannst Du machen, wie du willst.

Das Basissystem installieren

<span class="hljs-symbol">pacstrap</span> /mnt <span class="hljs-keyword">base </span><span class="hljs-keyword">base-devel </span>intel-ucode dialog wpa_supplicant

Wir installieren das base-Basissystem. Basiscodes für Entwickler (um später Sachen aus dem AUR zu nutzen), die Bash-Autovervollständigung (weil wir faul sind), wpa_supplicant (wegen WLAN) und dialog wegen wifi-menu. Denn nach dem Neustart müssen wir das WLAN erneut einrichten. Falls dir Pacstrap um dir Ohren fliegt, kannst du das Ext-Filesystem noch einmal schreiben und noch einmal versuchen, die Dateien zu übertragen.

Dateisystemtabelle erzeugen

Arch Linux wurde nun erfolgreich installiert, allerdings weiß dein fertiges System noch nicht, wo sich die Laufwerke und damit die Systemdateien befinden. Wir schreiben nun also unsere sogenannte fstab. Da wir von Anfang an mit Labels gearbeitet haben, können wir also schreiben:

genfstab -Lp <span class="hljs-regexp">/mnt > /m</span>nt<span class="hljs-regexp">/etc/</span>fstab

Das System konfigurieren

Installationsmedium verlassen

arch-chroot <span class="hljs-regexp">/mnt/</span>

Wir wechseln nun in unser frisch installiertes Arch und stellen ein paar wichtige Dinge ein, die nach dem Neustart funktionieren sollen. Zuerst legen wir fest, welchen Namen unser Rechner im Netzwerk haben soll. Dazu wechseln wir jetzt direkt ins System

<span class="hljs-keyword">echo</span> rechner > /etc/<span class="hljs-built_in">hostname</span>

Dieser Befehl öffnet die Datei hostname und schreibt einfach rechner in diese Datei. Du kannst den Rechner nennen, wie du willst.

Wir stellen die Sprache unseres Livesystems auch noch eben schnell ein:

echo LANG=de_DE<span class="hljs-selector-class">.UTF-8</span> > /etc/locale.conf

Wir öffnen nun mit nano die Datei locale.gen und passen diese an.

nano <span class="hljs-regexp">/etc/</span>locale.gen

Wir entfernen das #-Zeichen vor folgenden Zeilen:

<span class="hljs-selector-id">#de_DE</span><span class="hljs-selector-class">.UTF-8</span> UTF-<span class="hljs-number">8</span>
<span class="hljs-selector-id">#de_DE</span> ISO-<span class="hljs-number">8859</span>-<span class="hljs-number">1</span>
#de_DE@euro ISO-<span class="hljs-number">8859</span>-<span class="hljs-number">15</span>
<span class="hljs-selector-id">#en_US</span>.UTF-<span class="hljs-number">8</span>

Die Raute vor en_US entfernen wir, weil nicht jedes Programm auf Deutsch übersetzt wurde und wir so sichergehen können, dass Meldungen dieser Programme vernünftig ohne fiese Unicode-Fehler dargestellt werden.

Wir generieren nun die locales neu und starten locale-gen

Tastatur auf Deutsch stellen

Nach dem Reboot wäre die Tastatur wieder englisch. Das nervt natürlich, also legen wir Deutsch als Tastaturlayout fest

echo KEYMAP=<span class="hljs-keyword">de</span>-latin1 > /etc/vconsole.<span class="hljs-keyword">conf</span>

Zeitzone festlegen

Wir befinden uns in Deutschland, also legen wir eine deutsche Zeitzone fest.

ln -sf <span class="hljs-regexp">/usr/</span>share<span class="hljs-regexp">/zoneinfo/</span>Europe<span class="hljs-regexp">/Berlin /</span>etc<span class="hljs-regexp">/localtime</span>

Dies erstellt einen Link namens /etc/localtime, welcher auf die Zoneninformationen aus Europa und dort eben auf Berlin verweist. Es gibt diverse Zeitzonen, die sich in dem Ordner /usr/share/zoneinfo befinden.

Initramfs generieren

initamfs steht für initial ram filesystem und bezeichnet ein Archiv, welches Dateien beinhaltet, die für den Systemstart notwendig sind. Diese Datei muss nun generiert werden.

mkinitcpio -<span class="hljs-selector-tag">p</span> linux

Root-Passwort festlegen

Wir legen nun fest, welches Passwort unser Rootbenutzer (der Administrator unseres Systems) hat.

<span class="hljs-attribute">passwd</span>

Linux fragt uns nun zweimal nach dem Passwort unseres Hauptbenutzers.

Bootloader installieren

<span class="hljs-attribute">pacman -S grub</span>

Jetzt hast Du mehrere Optionen. Falls Du UEFI nutzen willst, musst du dies hier eingeben:

<span class="hljs-comment">grub</span><span class="hljs-literal">-</span><span class="hljs-comment">install</span> <span class="hljs-literal">-</span><span class="hljs-literal">-</span><span class="hljs-comment">target=x86_64</span><span class="hljs-literal">-</span><span class="hljs-comment">efi</span> <span class="hljs-literal">-</span><span class="hljs-literal">-</span><span class="hljs-comment">efi</span><span class="hljs-literal">-</span><span class="hljs-comment">directory=/boot</span> <span class="hljs-literal">-</span><span class="hljs-literal">-</span><span class="hljs-comment">bootloader</span><span class="hljs-literal">-</span><span class="hljs-comment">id=grub</span>

Falls du lediglich über ein normales BIOS booten möchtest, reicht auch einfach:


grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg.
grub-install <span class="hljs-regexp">/dev/</span>sda


Das neue Linux booten

Wir beenden unserere chroot-Session, umounten das Laufwerk und starten den Rechner nun neu

<span class="hljs-keyword">exit</span>
umount <span class="hljs-regexp">/dev/</span>sda1
reboot

Dein USB-Stick mit dem ISO ist vermutlich noch drin, wähle also boot existing OS jetzt aus. Den Stick kannst du jetzt rausnehmen. Wenn alles geklappt hat, fragt dich dein Rechner mit dem Namen "rechner" nun nach dem Login. Das wäre in diesem Fall "root" mit deinem gewählten Passwort.

Zuerst mal müssen wir die Verbindung mit dem Internet wieder herstellen. Beim Kabel ist es wieder relativ simpel: dhcpcd eingeben und die Verbindung ist da. Du kannst diesen Daemon auch direkt beim Booten starten

systemctl <span class="hljs-built_in">enable</span> dhcpcd

Einen Benutzer erstellen

Wir wollen natürlich NICHT mit dem Root-User arbeiten. Daher erstellen wir uns jetzt einen Standard-Benutzer:

<span class="hljs-symbol">useradd</span> -m -g users -s /<span class="hljs-keyword">bin/bash </span><span class="hljs-keyword">marcel</span>

Anschließend geben wir dem User noch ein Passwort

<span class="hljs-attribute">passwd marcel</span>

Fertig

Dein Arch-Linux ist nun erfolgreich installiert und du kannst von hier aus über pacman viele weitere Programme installieren.

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Tags: arch linux installation tutorial
Kategorie: Linux