Ideen fuer den Lockdown - der kleine Laden hat verschlafen

Der zweite Lockdown ist da und das Gejammer ist groß. Der kleine Einzelhändler sieht sein Weihnachtsgeschäft davonschwimmen und es ist zu erwarten, dass eine große Pleitewelle die Geschäftchen in den Innenstädten zerstört.

Es war vorauszusehen

In den sozialen Netzwerken machen die Händler Stimmung gegen Amazon, Ebay und Co. Es wird nach Regulierungen gerufen und die Händler fühlen sich im Stich gelassen. Und so sehr ich diese Wut verstehen kann, so sehr muss ich doch schmunzeln. Wo wart ihr die letzten 6 Monate? Covid-19 war nie weg. Dass die zweite Welle auf uns niederschmettern wird, wie eine Lawine, war absolut klar. Das Grippe-begünstigende Wetter ließ doch gar keine anderen Schlüsse zu.

Ihr hattet von März an Zeit, euch auf einen zweiten Lockdown einzustellen. In dieser Zeit hätte man Pläne machen können. Habt ihr nicht getan, also müsst ihr da jetzt durch.

Go-Local funktioniert

Eigene Website

Viele Kleinläden haben sich nie um ihre eigene Website gekümmert. Die Kosten zur Entwicklung einer Website sind mit denen einer normalen Ladenpacht vergleichbar. Wer sich ein wenig mit Wordpress oder anderen CMS-Systemen beschäftigt oder einfach mal Blogger fragt, würde innerhalb von Stunden eine Website online haben.

Google Unternehmen / Google Maps

Jedes kleine Ladengeschäft kann man bei Google finden. Man kann den „Besitz“ dieses Geschäftes bei Google melden und entsprechend dann auch die eigene Website dort eintragen. Es gibt tausende Geschäfte, bei denen die Öffnungszeiten nicht genannt sind, weil sich einfach keiner drum kümmert.

Der Shop

Du musst keinen Shop machen. Du kannst deinen Kunden auf der Website auch z.b. telefonischen Verkauf und/oder auch Whatsapp zur Kommunikation benutzen. Du kannst aber auch bei Shopware ne billige Cloudlösung buchen und deine Produkte fotografieren.

Versand - Lokal

Der kleine Laden um die Ecke müsste aufgrund der Schließung die Mitarbeiter feuern oder in Kurzarbeit schicken. Aber eigentlich ist das gar nicht nötig. Es hindert dich ja keiner daran, E-Bikes oder Autos zu mieten und einen eigenen Versandservice in deinem Einzugsbereich aufzuziehen. Die Leute können bestellen und erhalten am selben Tag die Ware. Sogar der freundliche Plausch an der Haustür ist noch immer möglich, sollte aufgrund der Abstandsregeln aber vermieden werden.

Fazit

Corona ist da und erwartet kreative Lösungen, also sollte der Händler nicht jammern, sondern einfach mal machen.


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Kategorie: Politik