Influencer ohne Zuckerberg

Unternehmen geben Geld für Influencer aus

Heute ist Reichweite messbar. Webseiten wie Nindo sagen dir ganz genau, wie viele Follower und Likes Influencer generieren und für Unternehmen sind diese Messungen ziemlich viel Wert. Es gibt Partnerschaften, Sponsorings und nicht zuletzt kommen die Influencer so zu ihrem Geld. Dabei gibt’s Youtube, Facebook, Instagram, TikTok, Snapchat und natürlich auch Twitter. Es ist ein leichtes, die Followerzahlen auszulesen und wenn ein Foto nach wenigen Sekunden schon 100.000 Likes generiert hat, sind das Fakten.

Unternehmen geben wenig Geld für Blogger aus

Bei Bloggern ist das anders. Ein Blog hat keine Follower, jedenfalls nicht direkt messbare Follower. Es ist nicht so, dass ich bei jedem Blog der Welt Subscribe drücken kann und irgendwo wird zentral angezeigt, dass mein Blog 150.000 Follower hat. Es ist nicht mal so, dass man direkt zeigen kann, wie viele Leute Blogeinträge von mir oder anderen Bloggern angesehen und gemocht haben. Einen Like-Button haben die wenigsten Blogs. Abgesehen von Plattformen wie Trusted Blogs gibt es solche Seiten auch nicht so richtig. Daher ist eine Kampagne auf einem Blog nur eingeschränkt messbar und leider für Unternehmen nur dann interessant, wenn sie verstehen, was da eigentlich passiert.

Statistiken
Besucherstatistiken von trancefish.de

Verpuffungseffekt

Während man bei Influencern also innerhalb von Sekunden hunderttausende Views und Likes generieren kann, ist die Lebensdauer eines Posts dann auch ziemlich schnell wieder erledigt. 2019 betrug die durchschnittliche Lebensdauer eines Instagram-Posts 21 Stunden, bei Twitter ist die Reichweite nach 18 Minuten bereits erledigt. Laut demselben Bericht liegt die Gültigkeit eines Blogposts bei zwei Jahren.

Abhängigkeit

Instagram gehört zum Facebook-Konzern. Falls Zuckerberg keine Lust mehr hat, diese Plattform zu behalten, kann er die einfach abschalten. Änderungen im Algorithmus haben schon in der Vergangenheit für Verwirrung gesorgt und tatsächlich unterliegen Influencer ganz allein der Großzügigkeit des jeweiligen Konzernes. Wenn Facebook geschlossen wird, ist die gesamte Geschäftsgrundlage weg. Keine Insta-Stories mehr, keine Werbeposts, kein nennen des Markennamens.

Blogs sind frei

Blogs kann man natürlich bei Blogger.com oder Wordpress.com hosten und ist dann auch einer gewissen Hoheit eines Konzerns unterlegen. Man kann das Blog aber auch selbst auf eigenem Webspace mit eigener Domain hinterlegen und ist so frei von Zensur, von Richtlinien oder eben auch der Generösität prüder US-Unternehmen. Die einzige Hürde stellt SEO dar, weil das eigene Blog natürlich auch bei Google, Bing, Metager oder auch DuckDuckGo gefunden werden muss.

SEO-Content?

Sollte man aufgrunddessen seine Texte für SEO optimieren? Jein - letztendlich kommt es auf den Content an. Mein erfolgreichster Artikel war und ist die Einrichtung von VST-Plugins unter Linux. Dieser Artikel generiert pro Monat noch immer tausende von Klicks. Das liegt nicht an SEO-Texten, sondern einfach an der Tatsache, dass der Artikel gut und hilfreich ist.

Wenn du ein Unternehmen besitzt, dass sich zum Beispiel mit dem Onewheel beschäftigt, kannst Du Influencer mit dem Board an Stränden herumfahren lassen oder du holst dir einen Blogger, der seine Erfahrungen mit dem Gerät von der Pike auf dokumentiert.

Durch die guten Texte können dann hordenweise Influencer motiviert werden.

Fazit

Lieber Unternehmer: Langfristige Blog-Beziehungen sind immer besser. Sie kosten auch nicht mehr, als in Instagram-Post, aber sie sind auch noch in 2 Jahren interessant.

Für Kooperationen kann man gerne mein Media-Kit anfragen.

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