Kampf gegen die Prokrastination

Homeoffice ist ja schön und gut. Ich liebe das Homeoffice, aber manchmal ist man doch ziemlich stark von der Außenwelt abgelenkt. Zeitfresser wie Instagram, Facebook oder auch Twitter sorgen dafür, dass man doch ziemlich schnell dazu neigt, sich mit anderen Dingen zu befassen. Dieser Vorgang, einfach nicht mit der Arbeit zu beginnen, nennt sich „Prokrastination“ und beschreibt letztendlich genau diesen Status, warum manche Dinge nicht fertig werden.

Prokrastination ist eigentlich etwas gutes, denn sie beschützt unseren Geist davor, sich unangenehmen Entscheidungen zu stellen. So wird doch noch mal eben schnell ein dummer, aber lustiger Tweet abgesetzt, bevor man sich dazu entschließt, endlich weiter zu arbeiten, obwohl man weiß, dass das Projekt extrem schwierig ist.

Das Problem bei der Prokrastination ist nur: Man kann danach süchtig werden und da man immer mehr Dinge aufschiebt, werden die Hürden, die man bekämpfen muss immer höher und höher und man prokrastiniert immer mehr und mehr und irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man sich eingestehen muss, dass man nun gründlich verkackt hat.

Zeifresser 1 - Soziale Medien

Als erstes muss man sich die Zeitfresser am PC sperren. Im Homeoffice ist das einfach, falls man das Benutzerrecht hat, die Hosts-Datei zu verändern. Diese hier eingehängte Hosts-Datei sperrt Facebook und Twitter komplett aus.

Unter WIndows 10 findest du die Hosts-Datei normalerweise hier: C:\Windows\System32\drivers\etc Bei Linux ist die Datei hier: /etc/hosts/

Die Hosts-Datei speichert ab, unter welcher IP du welchen Rechner findest. Der Aufbau ist hier also so zu verstehen: Twitter.com ist unter der IP 0.0.0.0 zu finden. Dein Rechner prüft immer erst die eigene Hosts-Datei, um zu verstehen, welche Domain auf welcher IP zu finden ist. Da die IP 0.0.0.0 faktisch nicht existiert, gibt's also eine Fehlermeldung, wenn du nun Facebook oder Twitter aufrufen willst.

Eine sehr gute Hosts-Datei findest du hier

Zeitfresser 2 - Hürdenlauf und Mäuseschritte

Menschen sind auf Belohnungen fixiert. Wir wollen Erfolgserlebnisse sehen. Wenn du nun vor einem Problem stehst, dass unlösbar erscheint, such dir in dem Projekt erstmal einen Punkt raus, bei dem du weißt, dass der relativ leicht zu bearbeiten ist. Arbeite die einfachen Dinge erstmal ab, damit du deutlich siehst, dass es weiter geht und du trotzdem Erfolge verbuchen kannst. Irgendwann erscheinen die wirklich großen Probleme dann nicht mehr so groß, weil du im Projekt viele kleine Erfolge verbuchen kannst. Mach nicht den Fehler, dich irgendwo stundenlang festzubeissen, weil das sowieso nur frustriert und dich nicht weiter bringt.

Die Lösung für das große Problem ist irgendwann einfach da, versprochen.

Zeitfresser 3 - Wohlbefinden

Wer mal in einem guten Handwerksbetrieb war, wird schnell feststellen, dass die Handwerker nach der Arbeit die Baustelle in einem ordentlichen Zustand verlassen. Es ist gefegt, die Materialien sind alle an ihrem Platz und der Müll ist aus dem Weg geräumt. Eine saubere Baustelle ist das erste, was Lehrlingen eingebläut wird. Das geht sogar so weit, dass man fast ausschließlich aufgrund dessen das Klischee des fegenden Azubi pflegt.

Aber es ist ja auch wirklich so: Wenn die Baustelle ordentlich ist, kann man sich auf die Tätigkeiten konzentrieren, die wirklich wichtig sind. Im Büro gilt deshalb auch, dass der Schreibtisch sauber und ordentlich eingeräumt sein muss und man sich an seinem Arbeitsplatz wohl fühlt. Nach der Arbeit wird der Arbeitsplatz aufgeräumt. Dinge, die erledigt werden müssen, haben einen gesonderten Platz.

Photo by Andrik Langfield on Unsplash


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