Wie spiele ich besser Klavier

Wie spiele ich besser Klavier

Wie bekomme ich ein Klavier?

Das Klavier. Kaum einer hat eins, weil die Dinger scheisse teuer sind. Allerdings gibt's Möglichkeiten: Zum einen baut Yamaha sehr gute Keyboards für unter 500 Euro und zum anderen kannst du dir auch kostenlose Klavier-VST besorgen und für ca. 150 Euro ein Impact GX-61 Masterkeyboard besorgen. Es gibt auch Masterkeyboards mit 25 Tasten für wesentlich weniger Geld, aber da müsstest du dann die linke und die rechte Hand in verschiedenen Takes aufnehmen.

Leg dann noch 15 Euro für ein Sustain-Pedal dazu und fertig ist das super günstige Klaviersetup.

Wie spiele ich Klavier?

Ich liebe das Klavierspiel, aber ich bin auch kein Profi. Wichtig ist zum einen der Fingersatz und dass du die absoluten Grundkenntnisse darüber hast, welche Note sich wo befindet. Das C zum Beispiel ist immer die weiße Taste vor den 2 schwarzen Tasten. Rechts daneben kommen dann D, E,F,G. Bei der rechten Hand liegt der Daumen auf dem C und jeweils ein Finger daneben auf den weißen Tasten, bei der linken Hand ist es umgekehrt. Da liegt der kleine Finger auf dem C und dein Daumen auf dem G.

Mehr Volumen erzeugen

Grundsätzlich solltest du, wenn du es besitzt, ein Sustain-Pedal benutzen. Bei jedem Akkordwechsel lässt du das Pedal einmal los und drückst es dann auch sofort wieder. Hier mal ein Klangbeispiel ohne und mit Sustainpedal.

Flow, Flow, Flow, Flow

Klavier

Photo by Akshar Dave🌻 on Unsplash

Klavierspiel ist, so blöd es klingt, weniger eine Frage des Talents als viel mehr die Frage von intensiven Training. Natürlich schadet es nicht, wenn man hören kann, was gut klingt, und was nicht. Aber primär benutzt du deine Hände und musst mit einigermaßen großem Kraftaufwand auf die Tasten drücken. Und im Idealfall spielst du mit der linken Hand ganz andere Dinge, als mit der rechten. Insofern ist es wichtig, in einem Fluß zu versinken. Du musst in der Lage sein, dich blind auf deinen Fingersatz verlassen zu können.

Übung 1: Rechte Hand

Lege die rechte Hand auf die Tastatur. Das C (die Taste vor den 2 schwarzen Tasten) ist dein Daumen, die Tasten daneben sind deine weiteren Finger. Spiele nun C,D,E,F,G mit den einzelnen Fingern. Erst einmal langsam. Konzentriere dich auf deine Hand.

Das machst du so lange, bis du parallel mit der linken Hand auf deinem Handy TikToks scrollen kannst, ohne den Rhythmus in der rechten Hand zu verlieren. Werde also beim Spielen dieser Noten immer schneller und schneller.

Übung 2: Rechte Hand

Spiele nun C,D,E,F,G,F,E,D,C also quasi die Noten rauf und runter. Das ist dasselbe, wie bei der ersten Übung, aber du bringst halt Variationen rein.

Übung 3: Rechte Hand

Spiele nun C,D,E,F,G,G,F,E,D,C und danach C,D,E,F,F,G,F,F,E,D,C und danach halt das D zweimal, dann das C und so weiter und sofort. Diese Übung dient dazu, dass du lernst darauf zu achten was genau du da eigentlich spielst.

Übung 4, 5, 6: Linke Hand

Die linke Hand muss dasselbe können. Hier liegt der kleine Finger auf dem C und die restlichen Finger rechts daneben. Du machst hier dieselben Übungen, wie vorher mit der rechten Hand.

Fazit Flow

Mit diesen Übungen kannst du noch gar kein Klavier spielen, aber du weißt nun, wie der Fingersatz angewendet wird. Außerdem

Dein Gehör ist dein bester Freund

„Aber ich habe kein musikalisches Gehör 😭“ höre ich dich jetzt sagen und muss daraufhin erwidern: „au contraire mon frère“, du hast leider keine Ahnung vom Leben und bist komplett lost. Denn natürlich hast Du ein musikalisches Gehör. Ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass jeder ein musikalisches Gehör hat. Es gibt von Grönemeyer den Song: „Sie hört Musik nur, wenn sie laut ist“ und da geht's um eine hörbehinderte Frau. Sie fühlt die Bässe, die Kickdrums und genießt dadurch die Musik. Also, jeder kann Musik hören und wahrnehmen.

Hörbeispiel

Die meisten dieser fünf Töne hast du in den Übungen rauf und runter gespielt, hast diese Töne also definitiv schon einmal gehört und kennst sie. Wir bleiben bei diesen Tönen und ich habe dir ein Hörbeispiel hier reingemacht. Vermutlich hast du die Melodie erkannt. Falls nicht, dann kennst du den Song „Bruder Jakob“ einfach nicht, passiert.

Die Töne müsstest du auch ohne Probleme nachspielen können. Herzlichen Glückwunsch, du kannst ab sofort nach Gehör spielen.

Übung 7: Einen Song nachspielen

Viele SchlülerInnen machen den Fehler, dass sie einen kompletten Song nachspielen wollen. Aber komplette Songs sind auch komplett kompliziert, deshalb scheitern viele daran, vom Refrain in die Strophe zu gelangen und geben dann irgendwann einfach auf.

Wie ich oben schon mal erwähnte, hat Klavierspiel viel mit Routine zu tun. So auch hier. Ein Song hat in der Regel einen bestimmten Aufbau.

  • Intro
  • Strophe
  • Refrain
  • Strophe
  • Bridge
  • Outro

Deshalb solltest du lernen, diese Module oder Songteile einzuspielen. Und zwar sicher. Schneide den Song auseinander und höre dir den Teil immer wieder an und spiele das dann nach. Und zwar so lange, bis du das Ding auswendig kannst. Spiele also das Intro, so lange bis du es sicher kannst. Kümmere dich danach(!) um die Melodie und spiele die sehr sicher. Wenn du richtig gut bist, spiele schneller und improvisiere auch mal.Das gleiche gilt natürlich auch für Strophen und das Ende.

Fazit

Klavier spielen ist nicht so wahnsinnig schwer. Es ist auch nicht besonders leicht, weil man halt üben, üben, üben muss. Aber halte dich nicht stundenlang an Noten oder so auf, sondern versuche, für dich gute Ergebnisse zu kriegen. Und leider geht das nur mit viel Übung.

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Tags: tutorial piano
Kategorie: Musikproduktion