Erfolgreich bloggen - nervt mich nicht

Erfolgreich bloggen - nervt mich nicht

Wenn man die üblichen Google-Suchläufe durchführt und nach „bloggen“ oder sogar „erfolgreich bloggen“ sucht, landet man immer wieder auf Blogs von irgendwelchen Motivations-Trainern, die einem irgendwelche Successfull-Blogging-Roadmap-Pläne oder SEO-Strategien um die Ohren hauen wollen. Die esoterischen Blogger schwafeln dir etwas von „die Leser beglücken“ vor und wieder andere Blog erzählen dir, dass man sich selbst komplett aufgeben sollte und nur noch über, beispielsweise, Beautyprodukte schreiben soll.

Ich hasse solche Blogs. Wenn man heute nach „erfolgreich bloggen“ sucht, sollte man Blogs aufgezeigt kriegen, die wirklich erfolgreich sind und ihr Ding durchziehen. Man sollte Blogs aufgelistet bekommen, die eben nicht darüber schreiben, wie man erfolgreich wird, sondern Blogs, bei denen in den Comments auch wirklich die Hölle losgeht. Ist euch mal aufgefallen, dass die ganzen „in-5-Stufen-zum-Superblog“-Blogger nicht einen einzigen Blogkommentar haben? Ich blogge seit fast 20 Jahren und die Anzahl der Comments, die Trancefish.de hat liegt im knapp zweistelligen Bereich. Ich weiß, mein Content ist nicht so scheisse, es wissen im Moment halt nicht so viele Leute oder mein Artikel ist tatsächlich so gut, dass dem Geschriebenen nichts mehr hinzuzufügen ist. Auch so etwas gibt es.

Content is King but you do not have to have your own Content

Jeder will dir erzählen, dass die Inhalte massiv wichtig für den Erfolg eines Blogs sind. Das ist so nicht ganz richtig. Du kannst auch wenig Inhalte haben und trotzdem wahnsinnig erfolgreich sein. Du musst nicht einmal deinen eigenen Content kreieren, sondern du bedienst dich einfach bei allen möglichen Newsquellen und nennst dieses Ding dann „Viralblog“. Es gibt tausende dieser Klickbait-Fallen. 99% aller geteilten Inhalte stammen von Seiten, die nichts eigenes machen, sondern irgendwelche Blogs „plündern“ und darüber eine tolle Headline basteln. Die „abgefahrendsten Tweets zur Marslandung“ aufgeführt in einer Liste wird bei Facebook garantiert häufiger geteilt, als die Tweets selbst. Das heißt jetzt nicht, dass du so eine Klickbait-Falle bauen sollst, um erfolgreich zu werden. Es heißt lediglich, dass dieses Konzept durchaus funktionieren kann. Deinen eigenen Stil kannst du bei so etwas natürlich vergessen.

Es heißt bei „Content is King“ aber eben auch, dass gute, originelle Inhalte auch geteilt werden. Wenn sie richtig gut sind, landen sie bei einer dieser Viralverwurster. Da diese in sozialen Medien gut vernetzt sind, steigt auch automatisch die Relevanz deines Artikels in den gängigen Suchmaschinen. Ob das erstrebenswert ist? Für mich selbst ist das die Hölle. Es gibt in meinem Feedreader (auch so'n Oldschool-Ding) maximal einen einzigen Blog zu diesem Thema.

Content is King

Ich habe mal eine gemeckerte Kritik online gehabt. Einen Rant. Dort beschwerte ich mich darüber, das die wirklich guten Inhalte gar nicht mehr gefunden werden. Suchergebnisse von Google, Bing und anderen kommerziellen Suchmaschinen sind manipuliert. Jemand, der noch nie Google benutzt hat und „Chips“ sucht, bekommt ganz andere Suchergebnisse, als jemand, der vorher mal „CPUs“ oder „RAM“ als Suchbegriffe verwendete. Das heißt eben auch, dass deine Keywords längst nicht soviel wert sind, wie du es gerne hättest. Trotzdem musst du so schreiben, dass jeder weiß, dass du von Kartoffelchips redest und nicht von RAM-Bauteilen. Es ist alles nicht so einfach

Soziale Medien

Unseriöse Anbieter sagen, dass du deine gesamte Vermarktung auf Facebook konzentrieren sollst. Aktuell ist es eher so, dass das gar nichts bringt. Die Reichweite von Facebook-Seiten tendiert ohne finanzielle Mittel immer mehr gen Null. Wichtiger ist es, die Beiträge so zu streuen, dass richtig Mehrwehrt entsteht. Blogs bei Facebook funktionieren nur, wenn du als Blogger 'ne Type bist. Du teilst deine Beiträge als der Mensch hinter dem Blog

Geschrieben: 31.05.2019 von Marcel Schindler weiterlesen

Fake-Profil entschl├╝sseln

Fake-Profil entschl├╝sseln

Fakes in sozialen Netzwerken sind leider allgegenwärtig. Das musste leider auch Denise Fritsch lernen, denn sie und auch viele andere Blogger wie Sascha Pallenberg oder auch Kai Thrun haben jahrelang die Postings und Tweets eines Fakes für bare Münze genommen. Dabei sind diese Leute absolut nicht neu im Netz und  wissen normalerweise, woran man Fakes erkennen kann. Doch das Fake aus Denise's Geschichte hat sich wirklich eine komplette Lebensgeschichte ausgedacht, inklusive eines gefakten Freundeskreises, gefakten Adressen und vieles mehr. Den Artikel von Denise solltest Du also unbedingt noch lesen.

Link zum Artikel

Wenn man ein wenig Reichweite im Netz hat, kommen automatisch die Fakes. Ich selbst kriege fast täglich „Freundschaftsanfragen“ bei Facebook von Leuten, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Ich lehne die meisten Abfragen ab beziehungsweise ich reagiere oft auch gar nicht drauf. Denn ich habe 3 einfache Tricks, gefakete Freunde zu finden. Das funktioniert bei den billigen Fakern relativ gut, aber so einen dreisten Fall wie Denise hatte ich bisher auch noch nicht. 

Unser Beispielfake nennen wir mal Maxi Mustermann, einen medizinischen Angestellten aus Kassel.

Hat der Freund Freunde?

Oft kann man in der Freundesliste auf „Gemeinsame Fruende“ klicken. Wenn wirklich viele deiner Freunde mit dem Fakeprofil befreundet sind, kannst du deine Freunde fragen, woher die Leute den Typen kennen und daraus eventuell schließen, woher du das Fake kennen könntest. Oft hinterfragen die gemeinsamen Freunde dann auch selbst, woher die das Fake kennen und löschen die Person dann aufgrund deiner Nachfrage aus der Freundesliste. Die Kommunikation in den sozialen Netzwerken hilft hier also schon so einiges.

Gibt es die Person außerhalb des Netzwerkes?

Eine Google-Suche nach Maxi Mustermann ergibt tatsächlich schon viele Treffer. Manchmal ist das Fake damit schon entlarvt, spätestens die Kombination Maxi Mustermann plus Wohnort sollte aber Ergebnisse liefern, weil man dann leider wohl doch von einem Fake ausgehen muss.

Die Bildsuche von Google ist dein Freund

Du kannst das Profilbild öffnen und dann auf „Optionen“ Ô»ł „Herunterladen“ klicken. Anschließend kannst du auf https://images.google.com/ gehen und das Bild dort hochladen. Google schreibt bei den Suchergebnissen dann hin, wie das Bild in diversen Stockphoto-Archiven benannt wurde. Beispielsweise steht dann in den Suchergebnissen „Mid aged man in grey suit“ und  die entsprechenden Links werden auch aufgeführt. Meistens reicht das aus. Aber so mancher Faker ist noch besser vorbereitet. 

Das Alter der Beiträge

Wie alt ist der älteste Beitrag bei Facebook und vie aktiv war das Profil, bevor es sich bei dir gemeldet hat. Wenn bei Facebook nur belanglose Fotos gepostet wurden, davor aber gar nichts und man ziemlich schnell zur Jahresübersicht von 2016 kommt, kann man davon ausgehen, dass das Profil neu angelegt wurde. 

Fass dir an die eigene Nase

Jetzt kommt der Punkt, der wirklich unangenehm ist. Wenn dir eine attraktive Frau oder ein attraktiver Mann eine Freundschaftsanfrage stellt, du selbst aber nicht so wirklich attraktiv bist, sollten deine Alarmglocken läuten. Wenn sich ein Topmodel schon früher nicht für dich interessiert hat, warum sollte Facebook etwas daran ändern? Es ist brutal, aber Models suchen keinen übergewichtigen Zwerg mit Brille. Nicht einmal dann, wenn der übergewichtige Zwerg mit Brille 1.000.000 € auf dem Konto hat. Tut mir echt leid.

Krankheitsbilder

Wenn im Lauf der Zeit das Fakeprofil auf einmal krank wird (das passiert immer dann, wenn das Profil denkt, es fliegt auf), du im Krankenhaus aber niemanden erreichst, der die Person kennt, deutet das oft leider auch auf ein Fake hin. Klar, so mancher möchte nicht, dass jemand erfährt, dass er oder sie im Krankenhaus ist, allerdings sind die meisten doch froh, wenn jemand anruft.

Fazit

Auch erfahrene Nutzer sozialer Netzwerke fallen immer wieder auf Fakeprofile herein. Manche Profile sind wirklich extrem gut gemacht und werden über einen langen Zeitraum auch mit einer Lebensgeschichte gefüllt. Teilweise sind die Profile sogar über 10 Jahre alt und haben Trabantenprofile, also gefälschte Freunde, die die Echtheit des Hauptprofils bestätigen. Doch diese Profile sind im Moment noch eher die Ausnahme. Mit den oben genannten Tipps kannst du die meisten Profile relativ einfach enttarnen.

Geschrieben: 27.05.2019 von Marcel Schindler weiterlesen