404 an jeder Stelle

404 an jeder Stelle

Argh! WARUM!? Ich denke, dies ist so ziemlich die Reaktion, die Du hast, wenn du meine Seite aufrufst. Wenn du von Google kommst, wunderst Du dich, warum hier absolut alles kaputt ist und überall nur Fehler sind. Überall 404-Seiten.

Tatsache ist: Ich wollte es so. Natürlich wäre es mir ein leichtes gewesen, die alte URL-Struktur (http://trancefish.de/blog/show/category/title) auf das neue Konzept umzumappen. Ich habe es nur nicht getan, weil ich diese Seite als wirklichen Neuanfang sehe und nur noch älteren Content wieder sichtbar schalte, wenn ich selbst ein berechtigtes Interesse daran habe. Ich habe so oft so viele blödsinnige Posts verpasst und so oft den Fokus dieser Seiten verloren, dass ich selbst nicht mehr verstehe, was ich hier eigentlich wollte.

Das neue "Tag"-System erleichtert mir die Arbeit. So kann ich über jede Menge Mist schreiben und das entsprechend in Kategorien und Tags verpacken. Wenn ich also über PHP und Coding schreibe, dann ist das in der Coding-Kategorie oder im Coding-Tag. Wie auch immer. Der Sinn ist, dass ich das hier alles jederzeit überdenke und immer mal wieder überschreibe. Mir geht's auch viel mehr um das Programm, als um das Blog. Das Blog habe ich, weil ich gerne schreibe. Dabei geht es primär um das Schreiben an sich, nicht um die Inhalte.

Also - finde dich mit den 404 ab. Die bleiben erstmal so.

Photo by Markus Spiske on Unsplash

Geschrieben: 03.06.2019 von Marcel Schindler weiterlesen

Erfolgreich bloggen - nervt mich nicht

Erfolgreich bloggen - nervt mich nicht

Wenn man die üblichen Google-Suchläufe durchführt und nach „bloggen“ oder sogar „erfolgreich bloggen“ sucht, landet man immer wieder auf Blogs von irgendwelchen Motivations-Trainern, die einem irgendwelche Successfull-Blogging-Roadmap-Pläne oder SEO-Strategien um die Ohren hauen wollen. Die esoterischen Blogger schwafeln dir etwas von „die Leser beglücken“ vor und wieder andere Blog erzählen dir, dass man sich selbst komplett aufgeben sollte und nur noch über, beispielsweise, Beautyprodukte schreiben soll.

Ich hasse solche Blogs. Wenn man heute nach „erfolgreich bloggen“ sucht, sollte man Blogs aufgezeigt kriegen, die wirklich erfolgreich sind und ihr Ding durchziehen. Man sollte Blogs aufgelistet bekommen, die eben nicht darüber schreiben, wie man erfolgreich wird, sondern Blogs, bei denen in den Comments auch wirklich die Hölle losgeht. Ist euch mal aufgefallen, dass die ganzen „in-5-Stufen-zum-Superblog“-Blogger nicht einen einzigen Blogkommentar haben? Ich blogge seit fast 20 Jahren und die Anzahl der Comments, die Trancefish.de hat liegt im knapp zweistelligen Bereich. Ich weiß, mein Content ist nicht so scheisse, es wissen im Moment halt nicht so viele Leute oder mein Artikel ist tatsächlich so gut, dass dem Geschriebenen nichts mehr hinzuzufügen ist. Auch so etwas gibt es.

Content is King but you do not have to have your own Content

Jeder will dir erzählen, dass die Inhalte massiv wichtig für den Erfolg eines Blogs sind. Das ist so nicht ganz richtig. Du kannst auch wenig Inhalte haben und trotzdem wahnsinnig erfolgreich sein. Du musst nicht einmal deinen eigenen Content kreieren, sondern du bedienst dich einfach bei allen möglichen Newsquellen und nennst dieses Ding dann „Viralblog“. Es gibt tausende dieser Klickbait-Fallen. 99% aller geteilten Inhalte stammen von Seiten, die nichts eigenes machen, sondern irgendwelche Blogs „plündern“ und darüber eine tolle Headline basteln. Die „abgefahrendsten Tweets zur Marslandung“ aufgeführt in einer Liste wird bei Facebook garantiert häufiger geteilt, als die Tweets selbst. Das heißt jetzt nicht, dass du so eine Klickbait-Falle bauen sollst, um erfolgreich zu werden. Es heißt lediglich, dass dieses Konzept durchaus funktionieren kann. Deinen eigenen Stil kannst du bei so etwas natürlich vergessen.

Es heißt bei „Content is King“ aber eben auch, dass gute, originelle Inhalte auch geteilt werden. Wenn sie richtig gut sind, landen sie bei einer dieser Viralverwurster. Da diese in sozialen Medien gut vernetzt sind, steigt auch automatisch die Relevanz deines Artikels in den gängigen Suchmaschinen. Ob das erstrebenswert ist? Für mich selbst ist das die Hölle. Es gibt in meinem Feedreader (auch so'n Oldschool-Ding) maximal einen einzigen Blog zu diesem Thema.

Content is King

Ich habe mal eine gemeckerte Kritik online gehabt. Einen Rant. Dort beschwerte ich mich darüber, das die wirklich guten Inhalte gar nicht mehr gefunden werden. Suchergebnisse von Google, Bing und anderen kommerziellen Suchmaschinen sind manipuliert. Jemand, der noch nie Google benutzt hat und „Chips“ sucht, bekommt ganz andere Suchergebnisse, als jemand, der vorher mal „CPUs“ oder „RAM“ als Suchbegriffe verwendete. Das heißt eben auch, dass deine Keywords längst nicht soviel wert sind, wie du es gerne hättest. Trotzdem musst du so schreiben, dass jeder weiß, dass du von Kartoffelchips redest und nicht von RAM-Bauteilen. Es ist alles nicht so einfach

Soziale Medien

Unseriöse Anbieter sagen, dass du deine gesamte Vermarktung auf Facebook konzentrieren sollst. Aktuell ist es eher so, dass das gar nichts bringt. Die Reichweite von Facebook-Seiten tendiert ohne finanzielle Mittel immer mehr gen Null. Wichtiger ist es, die Beiträge so zu streuen, dass richtig Mehrwehrt entsteht. Blogs bei Facebook funktionieren nur, wenn du als Blogger 'ne Type bist. Du teilst deine Beiträge als der Mensch hinter dem Blog

Geschrieben: 31.05.2019 von Marcel Schindler weiterlesen

Tlog5 aka Larablog

Tlog5 aka Larablog

Das hier ist mit Abstand der größte Relaunch, den trancefish.de jemals hatte. Ich habe mich endgültig von meinem alten Quellcode namens tlog verabschiedet und sogar beim github-repo darauf hingewiesen, dass der ganze Schmonz eingestampft wird. Es ist schade, weil halt viel Arbeit in dem System steckte, aber wir müssen uns nichts vormachen: Ich alleine kann einfach kein Framework reissen, daher ist es wichtig, sich jemanden zu suchen, der das kann.

Welcome Larablog tlog5. Ich habe mit einer Software namens Laravel diese Seiten komplett neu aufgezogen und den Quellcode dieser Blogsoftware von Anfang an auf github veröffentlicht, sodass jeder nachvollziehen konnte, was und wie ich das hier eigentlich programmiert habe. Anhand dieser Blogsoftware habe ich folgendes über Laravel gelernt:

  1. Ein Laravel-Projekt aufsetzen
  2. Datenbankmodelle mit Eloquent nutzen
  3. Abfeiern, wie einfach Paginations mit Laravel sind
  4. Blade-Templates erstellen
  5. Abfeiern, wie geil Chunks in forelse-Schleifen sind
  6. Besser lesbaren Quellcode schreiben
  7. Bootstrap mag ich noch immer nicht, SkeletonCSS liebe ich
  8. RSS-Feeds mit Laravel zu schreiben ist total einfach
  9. Wie konnte ich bisher ohne SASS leben?
  10. Composer bei All-inkl installieren

Tatsächlich finde ich Laravel mittlerweile richtig gut. Auf der Pipeline für dieses Programm hier steht jetzt der übliche Kram, den auch ein Wordpress kann: Templates und Themes soll man sich hier selbst installieren können. Außerdem natürlich ein Kommentarsystem, Pingbacks und eventuell sogar eine Plugin-API. Theoretisch kann man hier aber ja eh jede Packagist-Anwendung mit eindübeln, und das Programm funktioniert dann trotzdem.

Mal gucken. Was natürlich klar ist: Alte Links gehen so nicht mehr. Nervt mich auch, aber das ist halt jetzt so.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Geschrieben: 31.05.2019 von Marcel Schindler weiterlesen