Während Politik und Tech-Konzerne immer enger zusammenrücken, entstehen neue Standards – oft verkauft als „Sicherheit“, tatsächlich aber als Kontrolle.
Wenn Regionen wie California Altersverifikationen pushen, bedeutet das in der Praxis vor allem eins: mehr Identitätszwang, mehr Datensammlung, mehr Infrastruktur, die entscheidet, wer was sehen darf.
Und genau solche Entwicklungen landen am Ende in Systemen wie Windows 11 – tief integriert, schwer zu umgehen und für den Nutzer kaum transparent.
Das Problem ist nicht ein einzelnes Feature. Das Problem ist die Richtung.
Windows 11 ist kein kaputtes Produkt – es ist ein Produkt mit anderen Prioritäten. Komfort, Kontrolle durch den Anbieter und Ökosystembindung stehen über maximaler Nutzerfreiheit. Wenn dich das stört, ist nicht das System „falsch“ – dann bist du einfach nicht die Zielgruppe.
Warum sollte man überhaupt Linux benutzen? Windows ist installiert, der PC läuft. Beim ersten Mal hochfahren verlangt der PC aus dem Laden lediglich, dass ich meine Email-Adresse und ein Passwort eingebe, damit der PC bei Microsoft registriert ist. Apple macht das mit Iphone so, Google mit dem Samsung auch. Es ist also doch gut, dass der Hersteller meiner Hardware mich kennt, oder?
Außerdem funktioniert alles, was ich so benutze, unter Windows tadellos! Es ist doch super, dieses Windows.
Warum sollte ich Linux installieren? Windows ist doch super?
Ich kann und will dich gar nicht davon überzeugen, warum Windows schlechter sein könnte, als Linux. Gerade, wenn du Adobe Creative Suite nutzt oder hauptsächlich Multiplayer spielst, wäre dieser Überzeugungsversuch auch ziemlich dumm, denn die Creative Suite läuft nicht unter Linux und es sieht auch nicht danach aus, dass Adobe ein Interesse daran hätte, das zu ändern. Bezüglich Multiplayer tut sich mittlerweile einiges, aber die meistgespielten Multiplayer-Spiele funktionieren dann tatsächlich nicht oder nicht so gut. Fortnite? Fehlanzeige.
Es ist doch alles superbequem bei euch Mac und Windows-Usern. Ihr dürft den PC nutzen, Apple und Microsoft tracken zwar jeden Tastendruck und erstellen so 100% glasige Benutzerprofile von euch, aber hey - immerhin steht der Verfasser der Nutzungsrechte nicht direkt in deinem Wohnzimmer, richtig?
Linux ist dein treuer Hund
Ich fand Tux als Maskottchen immer doof. Für mich ist Linux am ehesten mit einem treuen Hund zu vergleichen. Linux macht, was du willst, es beschützt dich und ja, es ist auch jede Menge Training erforderlich. Wenn du dich diesen Hürden stellst, hast du einen unfassbar treuen Begleiter, der die niemals im Stich lassen wird.
Reden wir doch mal darüber, was funktioniert
Das Argument der Linux-Gegner ist immer, dass bestimmte Programme, wie Photoshop und Premiere nicht unter Linux funktionieren. Dagegen möchte ich argumentieren, dass die meisten, die das kritisieren, vermutlich Raubkopierer sind und Raubkopien grundsätzlich ein Sicherheitsrisiko darstellen, weshalb Windows auch unsicherer und instabiler sein kann. Viren und Trojaner kriegt man zu Photoshop als Raubkopie nämlich umsonst dazu. Aber gut, gehen wir mal davon aus, dass du unbedingt Photoshop und Premiere benutzt und weder Krita, Gimp das alles abdecken, was du als der absolute Superexperte in Photoshop machst. Und DaVinci resolve oder Kdenlive taugen auch nicht. Dann nutze die Adobe Suite und sei glücklich
Aber gehen wir mal an die User, die ihren PC tagtäglich benutzen: Was machen die meisten denn wirklich an ihrem PC?
- Internetkram: Du nutzt deinen Browser (Brave, Chrome, Firefox, MS-Edge, Opera) und rufst Internetseiten auf. Alle bekannten Browser laufen übrigens in Linux, ja sogar MS-Edge.
- Mails: Wenn du die Mails im Browser aufrufst, geht sogar die volle Outlook-Power. Ansonsten ist Thunderbird das beste Mailprogramm der Welt.
- Zocken: Abgesehen von Multiplayer laufen fast alle bekannten Spiele direkt unter Steam. Mit Tools wie dem Heroic Games Launcher laufen auch fast alle Spiele, die du über EPIC oder GOG.com gekauft hast.
- Programmieren: Falls du Webentwicklung machst, nutzt du wahrscheinlich eh schon Docker oder WSL. Alles andere macht nämlich gar keinen Sinn. Also: Warum nicht gleich auf dem System entwickeln, wo es drauf laufen soll? Anwendungsentwicklung für Windows-Anwendungen machst du natürlich weiter unter Windows, wobei man das in Github auch cross-compilen lassen kann.
Die meisten Fälle der PC Nutzung sind zu 100% von Linux abgedeckt und du musst dich nicht mal umstellen.
Aber WORD und so?!
Wenn du super komplizierte Excellisten oder Worddokumente hast, kann dir weder LibreOffice noch Openoffice oder Onlyoffice helfen. Das liegt nicht daran, dass diese Tools das nicht können, aber wenn du Macros unter Word verwendest, die spezielle Windows-Funktionen aufrufen, hilft dir Libreoffice natürlich nicht weiter, weil es diese Windows-Funktionen nicht aufrufen kann. Es ist jetzt aber nicht so, dass Libreoffice nicht ähnliche Dinge auch machen könnte. Du kannst auch mit LibreOffice Word-Dateien mit Makros erstellen, die unter Word nicht funktionieren.
Ist ja schön und gut, aber wo ist Linux denn jetzt final einfach besser?
Wenn du ein proprietäres Betriebssystem benutzt, mietest du quasi deinen eigenen PC. Windows entscheidet, wann du updatest, ob deine Hardware noch gut genug für Windows ist oder ob sie dich aussperren oder sogar richtig heftig ausspionieren.
Die digitale Souveränität geht mit Windows komplett verloren, insbesondere dann, wenn du mit Online-Konto-Zwang arbeitest. Microsoft weiß immer, wann dein PC an ist, was du gerade damit machst und welche Software du installiert hast.
Unter Linux hast du kompromisslose Privatsphäre. Hinter Linux steht keine Firma, keine finanziellen Interessen und da es weltweit von lauter Freiwilligen entwickelt wird, nicht mal eine bestimmte Art von Regierung.
Und: Da im Hintergrund keine Spyware (-Abwehr) oder ein Virenscanner laufen muss, werden alle Ressourcen für ausschließlich für deine Aufgaben genutzt. Tatsächlich ist Linux immer schneller und verbraucht wesentlich weniger Arbeitsspeicher, als z.B. Windows.