// VST3 AUDIO PLUGIN · LINUX X86_64 · 01.10.2026

TF Filter — Parametrischer 24-Band-EQ für Linux

Kostenloses VST3-Plugin von TF Audio. Dynamic EQ, Band Solo
VERSION v0.2.2
FORMAT VST3 · Linux x86_64
LIZENZ Freeware
STAND October 2026
TF Filter — Parametrischer 24-Band-EQ für Linux Plugin Screenshot

TF Filter ist ein parametrischer 24-Band-EQ als VST3-Plugin für Linux. Er ist kostenlos und darf auch in kommerziellen Produktionen verwendet werden. Funktional orientiert er sich an bekannten Filterplugins: Dynamic EQ, Mid/Side, Linear Phase, Analyzer und Band-Solo sind mit dabei.

Video

Funktionen

  • 24 Bänder mit den Filtertypen Bell, Low/High Shelf, Low/High Cut, Notch, Band Pass, Tilt Shelf und Flat Tilt
  • Flanken von 6 bis 96 dB/oct (Cuts: Butterworth mit Resonanz über Q; Shelves: Butterworth-Shelves höherer Ordnung)
  • Stereo-Placement pro Band: Stereo, Left, Right, Mid, Side (frei kombinierbar)
  • Dynamic EQ pro Band mit Range, Threshold, Attack und Release; Sidechain ist der bandgefilterte Eingang
  • Drei Processing Modes
    • Zero Latency: modulationsstabile SVF-Filter mit geglätteten Parametern
    • Natural Phase: analoger Betrag und analoge Phase, kein Cramping an Nyquist, 512 Samples Latenz
    • Linear Phase: fünf Auflösungen (2k bis 32k Taps)
  • Gain Scale (-200 bis 200 %), Output Gain und Output Pan
  • Analyzer Pre/Post mit 4,5 dB/oct Tilt, Anzeigebereich ±3/6/12/30 dB
  • Band-Solo: Du hörst nur den Bereich, den ein Band bearbeitet. Bei Cuts hörst du also genau das, was weggeschnitten wird. Das Stereo-Placement wird dabei berücksichtigt.
  • 30 Werkspresets (Basics, Drums, Vocals, Instruments, Mix & Master, Utility) mit Beschreibung und einer Notiz pro Band. Eigene Presets lassen sich speichern, laden und löschen und tauchen auch im Preset-Browser der DAW auf.
  • Kollisionserkennung (neu in 0.2.2): Zeigt in Echtzeit, wo sich zwei Spuren im Frequenzbereich überlagern — z. B. Kick und Bass oder Pads und Vocals.

Bedienung

Aktion Wirkung
Doppelklick auf freie Fläche neues Band (ganz links/rechts: Low/High Cut, sonst Bell)
Punkt ziehen Frequenz / Gain (Shift = fein)
Ctrl + ziehen Q
Mausrad Q (Ctrl + Mausrad: Dynamic Range)
Alt-Klick Band bypassen
Rechtsklick Menü: Typ, Slope, Placement, Dynamic, Löschen
Doppelklick auf Punkt / Entf Band löschen
S / Solo-Button Band solo anhören (Esc beendet)

Mit Presets arbeiten

Die Werkspresets findest du in der Leiste unter dem Kopf. Mit < / > blätterst du, ein Klick auf den Namen öffnet das Menü nach Kategorien. Ein * hinter dem Namen bedeutet, dass das Preset seit dem Laden verändert wurde. Save speichert ein User-Preset als lesbare XML-Datei, die du auch weitergeben kannst.

Presets sind Startpunkte und keine fertigen Lösungen, denn jede Aufnahme ist anders. So gehst du am besten vor:

  1. Preset laden und die Beschreibung lesen (wenn du mit der Maus darüberfährst, wird sie komplett angezeigt).
  2. Band anklicken, Solo an und die Frequenz verschieben, bis du genau das Problem (oder das Gute) hörst.
  3. Solo aus und den Gain so wählen, dass es besser klingt. Lieber absenken als anheben, und mit Bypass (Alt-Klick) vergleichen.
  4. Bei dynamischen Bändern (De-Esser usw.) den Threshold so einstellen, dass sie nur bei lauten Stellen greifen. Der kleine Punkt am Band zeigt, wie viel gerade abgesenkt wird.

Kollisionserkennung

TF Filter 0.2.2 kann zeigen, wo sich zwei Spuren im Frequenzbereich überlagern. So gehst du vor:

  1. Lege TF Filter auf alle Spuren, die du vergleichen möchtest (bis zu 8 Instanzen gleichzeitig).
  2. Öffne eine Instanz und wähle unter COMPARE die Spur, mit der verglichen werden soll. Die Einträge tragen den Spurnamen aus der DAW, z. B. „Slot 2 – Bass".
  3. Aktiviere Collisions: Das Spektrum der anderen Spur erscheint als cyan gestrichelte Linie. Rote Bereiche zeigen, wo beide Spuren gleichzeitig präsent sind — je kräftiger das Rot, desto stärker die Überlagerung.

Die Erkennung arbeitet in 1/6-Oktav-Bändern (etwa eine Terz Toleranz) und ist zeitlich geglättet, damit die Anzeige nicht flackert. Die Vergleichskurve wird mit derselben Neigung (4,5 dB/Okt.) und derselben Glättung gezeichnet wie der Analyzer, sodass sich beide direkt vergleichen lassen. Die Kollisionserkennung funktioniert auch, wenn das Fenster der anderen Instanz geschlossen ist.

Hinweise:

  • Die Kollisionserkennung gibt es nur unter Linux.
  • Alle Instanzen im Projekt müssen Version 0.2.2 haben — ältere Versionen sehen sich gegenseitig nicht.
  • Immer einzelne Spuren vergleichen. Ein Vergleich mit dem Master zeigt überall Kollisionen, weil der Master jede Spur enthält.
  • Den Spurnamen zeigt das Plugin nur an, wenn die DAW ihn übermittelt (z. B. REAPER). Sonst steht dort nur „Slot N".

Installation

Das ZIP entpacken und den Ordner TF Filter.vst3 nach ~/.vst3/ kopieren:

mkdir -p ~/.vst3 && cp -r "TF Filter.vst3" ~/.vst3/

Danach in der DAW (Reaper, Bitwig, Ardour, Carla, …) nach neuen Plugins suchen lassen. Eigene Presets liegen unter ~/.config/TF Audio/TF Filter/Presets/.

Was noch fehlt

Folgende Features gibt es noch nicht: externer Sidechain, Auto Gain, Spectrum Grab, EQ Match, Undo/Redo, A/B-Vergleich und MIDI Learn.

Lizenz

TF Filter ist Freeware: kostenlos für private und kommerzielle Produktionen, auf beliebig vielen Rechnern. Alles, was du damit produzierst, gehört dir. Das vollständige, unveränderte Download-Paket darfst du kostenlos weitergeben. Verkaufen, in kostenpflichtige Bundles packen oder verändert verbreiten ist nicht erlaubt. Die Software wird ohne Gewährleistung bereitgestellt. Die vollständigen Bedingungen stehen in der LICENSE.txt im ZIP, die Lizenzen der eingebauten Fremdbibliotheken in THIRD-PARTY-NOTICES.txt.

Made with JUCE

TF Filter ist mit JUCE 8 entwickelt, dem C++-Framework für Audio-Plugins, und nutzt es unter der JUCE 8 Starter-Lizenz. Die VST3-Schnittstelle stammt aus dem VST3 SDK von Steinberg.

JUCE ist eine Marke der Raw Material Software Limited. VST ist eine eingetragene Marke der Steinberg Media Technologies GmbH.

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