Gesangsspuren aus Musik rausholen

Angenommen, du möchtest einen Remix von einem bekannten Popsong machen. In der Regel hast du aber keinen Zugriff auf die Gesangsspuren von diesem Song. Du könntest nun einen relativ umfangreichen Kurs machen, um zu lernen, wie man das mit Sample-Software hinbekommt. Du könntest dir auch ein teures VST-Plugin kaufen, das so was kann. Aber es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Du machst das komplett umsonst und lässt eine KI deine Arbeit machen.

Spleeter

Deezer ist der größte Konkurrent, den Spotify hat. Beide Firmen bieten nicht nur das Streaming von Musik und Podcasts an, es sind halt auch Software-Häuser, die eigene Programme herausbringen. Im Fall von Deezer gibt es nun eine auf Tensorflow basierende Software, die es ermöglicht, sogenannte STEMS aus einem beliebigen Soundfile zu machen. Du kannst also quasi Vocals von Background trennen. Diese Software heißt SPLEETER

Wie installiert man Spleeter?

Spleeter setzt Python voraus, also musst du Python installieren. Also lade es dir als Windows-User herunter, bei Linux kannst du es über den Paketmanager deines Vertrauens installieren.

Unter Linux reicht die Eingabe von

sudo apt install python3-pip

Windows verlangt noch, dass du Python halt über die Installationsroutine installierst. Bei den Verzeichnisrechten im Ordner C:\PythonXY musst du deinem Hauptbenutzer noch Vollzugriff geben. Die eigentliche Installation von Spleeter findet auch über die Kommandozeile statt:

pip install spleeter

Python rödelt dann eine Weile herum. Spleeter wird dann installiert und in der Kommandozeile kannst du dann folgendes eingeben:

spleeter --help

Wenn alles geklappt hat, ist Spleeter nun installiert.

Wie benutzt man Spleeter nun?

Du gehst über die Kommandozeile in das Verzeichnis, in dem dein MP3 liegt. anschließend gibst du folgende Zeile ein

spleeter separate -p spleeter:2stems -o output meinsong.mp3

Spleeter doing its work

Spleeter erstellt nun einen Ordner namens „OUTPUT“, in dem einmal die Vocals und dann noch das Vollplayback liegen. Die Ergebnisse sind allesamt ziemlich cool.

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